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    WIMA - Kondensatorhersteller  11 von 12eine Seite zurückeine Seite vor

    WIMA - Kondensatorhersteller
    typische WIMA Kondensator der 1950er Jahre

    WIMA ist einer der letzten deutschen Hersteller von passiven elektronischen Bauelementen, speziell von Kunststoff-Folienkondensatoren, Papier-Funkentstörkondensatoren und Doppelschicht-Kondensatoren.

    Das reche Bild zeigt einen WIMA Kondensator aus den 1950er Jahren.

    Auf dem Gebiet der Folienkondensatoren für professionelle Anwendungen ist WIMA der führende Anbieter auf dem Weltmarkt.

    Das Unternehmen wurde im Jahre 1948 in Unna von Wilhelm Westermann gegründet. Nach der Gründung des Unternehmens gelang es Wilhelm Westermann, seine Firma insbesondere dank des explosionsartigen Wachstums der Rundfunk- und Fernsehindustrie im Nachkriegsdeutschland innerhalb weniger Jahre neben den Firmen Siemens, Roederstein und Valvo zu einem der führenden Hersteller von Kondensatoren zu etablieren.


    Insbesondere die enge Zusammenarbeit des Gründers mit Max Grundig trug dazu bei, in den Nachkriegsjahren die Unterhaltungselektronik als Massenprodukt in Europa zu etablieren und die damalige Vormachtstellung Deutschlands in diesem Bereich zu begründen und auch voranzutreiben. Nahezu alle bekannten Hersteller der Rundfunk- und Fernsehindustrie wie Grundig, Telefunken, SABA, Nordmende, Loewe, Metz, Philips und Dual verbauten WIMA-Kondensatoren in ihren Geräten.


    Mit damals neuartigen Herstell- und Umhüllungstechniken wurden besonders die lackierten, bräunlichen „Wima-Karamell-Bonbons“ zum Synonym für Folienkondensatoren . Später, in den 1970er Jahren, brachte WIMA erstmals radiale gebecherte Folienkondensatoren im Rastermaß 5 mm für die automatisierte Bestückungstechnik auf den Markt und lieferte mit dieser Entwicklung einen bedeutenden Beitrag zur kostengünstigen Gerätefertigung.

    Seit dem Tode von Wilhelm Westermann im Jahre 1981 wird die Unternehmensgruppe WIMA von dessen Sohn Wolfgang Westermann als Alleininhaber geleitet. Wolfgang Westermann studierte Elektrotechnik in Karlsruhe und München mit Abschlüssen als Diplom-Ingenieur und Diplom-Wirtschaftsingenieur. Er forcierte die technologische Weiterentwicklung der Folienkondensatoren und stellt regelmäßig, z.B. in der Fachpresse, neue Produkte und Technologien vor.

    Mit dem Rückgang der Unterhaltungselektronik-Fertigung in Europa ab Ende der 1980er Jahre gelang es WIMA, das Produktspektrum dem wachsenden industriellen und professionellen Markt anzupassen. Parallel zur Entwicklung von Schalt-Transistoren und Thyristoren im Halbleiterbereich entwickelte das Unternehmen u. a. spezielle Snubber- und GTO-Folienkondensatoren für den wachsenden Bedarf der Leistungselektronik. Dadurch konnte WIMA neue Märkte erschließen, um passive Bauelemente aus Deutschland weltweit exportieren zu können.


    Das Unternehmen tritt heutzutage als Qualitätsführer in der Kondensator-Branche auf, was regelmäßig durch entsprechende Kundenbewertungen, Auszeichnungen und Zertifizierungen belegt wird. Sinnbild dieser Philosophie ist der Slogan: „Qualität wird gefertigt und kann nicht in ein Produkt hineingeprüft werden.“

    Im Sinne des Umweltschutzes setzt WIMA auf wiederverwertbare Werkstoffe und auf die Reduktion von Verpackungsmaterial. In allen Fertigungsstätten ist ein Energie- und Wasser-Wiedergewinnungssystem zur effizienten Nutzung und Schonung der Ressourcen installiert.

     
    Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Mannheim. Hier sind der Vertrieb und das Zentrallabor angesiedelt. In den Fertigungsstandorten in Aurich und Unna werden Kunststoff-Folienkondensatoren und Funk-Entstör-Papierkondensatoren hergestellt. In Berlin ist das F&E-Zentrum sowie die Fertigung der Supercaps (Doppelschicht-Kondensatoren) angesiedelt. Das Unternehmen beschäftigt etwa 350 Personen.



    Bild: gemeinfrei
    Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar


    Zeitraum  1948