 In Telefonkabeln werden die Adern zu Paaren verseilt. Ein Paar ist eine Doppelader (DA). Zwei von diesen Doppeladern werden zu einem Vierer verseilt.
Sternvierer:
Ein Sternvierer beschreibt die Anordnung der Verseilung der Kupferadern. Vier Adern werden miteinander verdrillt und bilden dann zwei kreuzförmig verseilte Doppeladern. Zwei gegenüberliegende Adern bilden ein Paar. Durch die senkrecht zueinander stehenden Adernpaare ergibt sich die gewünschte hohe Übersprechdämpfung.
In Deutschland und auch vielen anderen europäischen Ländern sind die Telefon-Ortsnetze mit Sternvierer in Erd- oder Luftkabeln aufgebaut. In Großbritannien und den USA werden sehr oft paarig verseilte Kabel verwendet.
Der Aufbau des Sternvierer muss mechanisch stabil sein, damit die Adern in ihrer symmetrischen Position bleiben und durch das Verlegen des Kabels oder durch Alterungseinflüsse nicht verändert werden. Anderenfalls verschlechtert sich das Übersprechverhalten im Sternvierer.
Herkömmliche Telefonkabel in Sternvierer Verseilung haben bei höheren Frequenzen (für die sie ursprünglich nicht gebaut sind) ein ungünstiges Übersprechverhalten im Sternvierer. Das gilt nicht für 2-paarige Kabel, da hier die Symmetrie des Vierers gewährleistet ist.
Betroffen sind z.B. ADSL Anwendungen. Werden mehrere DSL-Anschlüsse über ein viel paariges Kabel übertragen, sollten getrennte Sternvierer gewählt werden um das Übersprechen bei hohen Frequenzen zu verbessern.
Vorteile des Sternvierers gegenüber der Paarverseilung:
- Höhere Packdichte und Phantomschaltung möglich
- Niedrigere Betriebskapazität (geringere Dämpfung)
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