 Die zur Verfügung Stellung eines freien Leitungswählers (Hebdrehwähler) für den Verbindungsaufbau erfolgt automatisch durch einen Vorwähler (Drehwähler).
Das geschieht bereits vor der ersten Nummernwahl. Der Teilnehmer hebt seinen Handapparat ab, es wird ein Schleifenstrom erzeugt, der Vorwähler beginnt sich zu drehen und sucht einen freien Leitungswähler aus. Da dieser Vorgang vor der Wahl der Nummer geschieht, nennt man das ganze auch Vorwahl, deshalb heißen diese Drehwähler auch Vorwähler. Das hat aber nicht mit der Vorwahl einer Nummer z. B: Ortvorwahl zu tun.
Es werden im Allgemeinen als Vorwähler 12 teigige Drehwähler eingesetzt. Jedem Teilnehmer wird im Amt ein Vorwähler zugeteilt. Die Ausgänge des Vorwählers werden mit den Eingängen des Leitungswählers verbunden. Da im einfachsten Fall jeder Leitungswähler mit einem Vorwähler verbunden werden muss, erfolgt das ganze durch eine Vielfachschaltung der Vorwähler Kontaktlammelen. Hier sind jedoch keine Bandkabel erforderlich, da diese Vielfach nur den zehnten Teil eine Hebdrehwählers ausmacht. Es wird hierzu eine einfache Verdrahtung, zum Teil auch eine Blankverdrahtung verwendet.
Wenn z. B. Teilnehmer 12 mit Teilnehmer 00 sprechen will, so hebt Teilnehmer 12 seinen Handapparat ab. Dadurch läuft sein fest verdrahteter 2. VW an und sucht nach einem freien Leitungswähler. Diese Wahl bezeichnet man als Feiwahl. Sobald der Vorwähler einen freien LW gefunden hat, wird der Vorwähler stillgesetzt. Jetzt kann die Nummernwahl beginnen. Bei der ersten Ziffern hebt der Hebemagnet im LW die seine Leitungsarm je nach Nummer, bei der zweiten Ziffer werden die Leitungsarm dementsprechend gedreht, der Teilnehmer 12 ist jetzt mit Teilnehmer 00 verbunden.
In dieser Verbindungsart werden für 100 Teilnehmer 100 Vorwähler 10 LW benötigt.
Das ist schon wesentlich weniger als bei der vorhergehenden Version
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