Bei der Auflösung der sogenannten "Viertelanschlüsse", also einer Gemeinschaftsleitungseinrichtung, bei der normalerweise bis zu vier Teilnehmersprechstellen parallel nach dem "selectiv lock-out"-System angeschlossen waren, ging man hierzulande den Weg, einen sogenannten Vierfachanschluß auszubilden.
Dieser funktionierte so, daß bei bestehender, gemeinsamer physikalisch bestehender Stammleitung die vier Sprechstellen mittels individueller Trägerfrequenzpaare Einzelanschlüsse an das jeweilige Vermittlungsamt zugeschaltet bekamen.
Im Gegensatz zu dem früheren System waren nunmehr die einzelnen Sprechstellen voneinander unabhängig und konnten auch gleichzeitig telefonieren.
Durch die Fernspeisung und eine lokale Batterie in den teilnehmerseitigen Beikästen war kein Netzanschluß beim Teilnehmer vonnöten.
Das rechte Bild zeigt den teilnehmerseitige Beikasten beim Vierfachanschluß.
Das untere Bild zeigt den amtsseitigen Aufbau mit mehreren Einschubkarten.
Die pro Teilnehmer vorgesehenen Leuchtdioden haben folgende Bedeutung: - PILOT: der betreffende Beikasten ist angeschlossen und sendet Synchronsignal
- SCHL: der Teilnehmer ist im Schleifenzustand (spricht also)
- RUF: es wird ein 50Hz-Ruf zum Teilnehmer gesendet
- GAZ: es wird ein 12kHz-Gebührenimpuls zum Teilnehmer gesendet.