Die verschiedenen Gruppenbildungen ermöglichen auch die Aufteilung eines Amtes in Teilämter. In ausgedehnten Städten ist diese Einteilung durchaus sinnvoll. Es werden dadurch die Teilnehmerleitungen kurz gehalten.
Bei der im Bild dargestellten Aufteilung spricht man von Vollamt und Teilämtern. Unter einem Vollamt versteht man eine Vermittlungsstelle wo sämtliche Wahlstufen zur Verbindung eines Teilnehmers vorhanden sind. Unter einem Teilamt versteht man eine Vermittlungsstelle, in der nicht alle notwendigen Schaltstufen für den kompletten Verbindungsaufbau vorhanden sind.
Meisten befinden sich in einem Teilamt nur die zweiten und dritten Gruppenwahlstufen. Bei größeren Städten kann auch die vierte Gruppenwahlstufe im Teilamt untergebracht sein.
Vollämter mit mehr als 1.000 Sprechstellen erhalten meistens auch noch eine zweite Vorwahlstufe zur besseren Ausnutzung der ersten Gruppenwahlstufe. Diese zweite Vorwahlstufe ist zwischen der ersten Vorwahlstufe und dem 1. Gruppenwähler eingefügt. Es handelt sich meistens um 17 Stufige einfache Drehwähler. Die Schaltung ist meisten so, dass die ersten Ausgänge der 1. VW Stufe direkt auf die 1. GW Stufe geschaltet sind, und der Rest über die 2. VW Stufe zu anderen 1. GW führen. Diese Schaltung wird auch als Sparschaltung bezeichnet. Es sind dann weniger als 10 1.GW pro 100 Teilnehmer vorhanden, ohne die Zahl der Verbindungsmöglichkeiten zu beschränken.
In dem Beispiel ist ein Ferngruppenwähler (1.GW vom Fernamt) eingezeichnet. Er dienst zum weiterleiten der ankommenden Ferngespräche vom Fernamt über das Ortsamt. Der Höhenschritt 0 wird im 1. GW in der Regel nicht mit Teilnehmergruppen beschaltet. Er bleibt für besondere Dienste wie z. B. Fernamt, Auskunft und Feuerwehr vorbehalten. Die größte Ausbaustufe beträgt dann nicht 1.000, 10.000 sondern nur 900, 9.000 Anschlusseinheiten.
Zischen den 1. VW des Teilamtes und den 1. GW im Vollamt sind Stromstoßübertragungen (STR- UE) zwischengeschaltet. Sie haben die Aufgabe, die Wählimpulse vom Teilnehmer über ein Relais zu verstärken und dadurch sicher zur Vollvermittlungstelle zu übertragen. Die Wahlimpulse würden sonst durch den Leitungswiderstand der Teilnehmerleitung und dem zusätzlichen Widerstand der Ortsverbindungsleitung (Ol) zu sehr geschwächt.