Hohe Überspannungen wurden von den technischen Einrichtungen durch Überspannungsableiter ferngehalten.
Kleine Fremdspannungen erzeugen im Hörer die gefürchteten Knallgeräusche, die zu einer Schädigung des Gehörs und Störungen im Nervensystem infolge von Schreckwirkungen führen können.
Besonders gefährlich sind Ausgleichspannungen, die entstehen , wenn die in beiden Adern der Sprechleitung liegende Überspannungsableiter nicht gleichzeitig ansprechen, oder auch Erdschlüsse, hohe Rufspannungen, Kondensator Um- und Entladungen usw.
Zur Unterdrückung dieser schädlichen Spannungen verwendet man Gehörschutzeinrichtungen. In einer solchen Einrichtung werden Spannungen unter 1,5 V ungehindert durchgelassen und höhere Spannungen werden auf etwas 2 V begrenzt.
Zur damaligen Zeit gab es noch keine einfachen Dioden die an den Lautsprecher (Fernhörer) geschaltet wurden. Die im Fernamt tätigen Personen trugen einen Sprechsatz (Kopfhörer) der auch nicht so schnell vom Ohr entfernt werden konnte. Es entstanden dadurch wundervolle Erfindungen um diese Fremdspannungen zu unterdrücken.
Ein sehr interessantes Bauteil ist die Umlaufende Spannungssicherung (Siehe Bild)
Es schleifen zwei auf einer polierten umlaufenden Stahlscheibe zwei als Kontaktfedern dienende Stahldrähte. Die Scheibe taucht in ein mit Parafinöl gefüllten Wanne ein. Es entsteht dadurch auf der Stahlscheibe ein dünner Ölfilm. Dieser Ölfilm schlägt erst bei Spannung ab circa 1,7 V durch. Spannungsgrenze kann durch ändern des Kontaktdruckes verändert werden. Die Stahlscheibe muss sich permanent dazu drehen.
Bei früher in den Fernämtern Spannungssicherungen in dieser Bauform bildeten 20 davon auf einer gemeinsamen Welle aufgeschobene Stahlscheiben einen Sicherungssatz. Bis zu 10 solcher Sätze konnten von einem gemeinsamen Motor angetrieben werden.