Aufbau und Funktion:
Der Übertrager hat zwei Hauptaufgaben: Er entkoppelt galvanisch die Hörkapsel und verhindert das Mithören der eigenen Sprache. Ohne Übertrager würde ständig eine Gleichspannung an der Hörkapsel anliegen, welche dadurch leise und dumpf klingen würde. Auch könnte man durch Knackgeräusche beim Wählen und Gabel-Niederdrücken das Gehör schädigen. Die Mithördämpfung hat die Funktion, das eigene Gesprochene nur für die Gegenseite hörbar zu machen und am eigenen Apparat auszublenden. Ohne diese Funktion würde einen der andere Teilnehmer nur leise verstehen und man selbst würde sich lauter hören, als den Gesprächspartner, was sicher irritiert.
Beispiel: Verwendung des Übertrager in einem Telefon
Der Übertrager ist im Prinzip ein Trafo mit vier Wicklungen. Eine Blindwicklung dient als kostengünstiger induktionsfreier Widerstand und ahmt die Eigenschaften der Telefonleitung nach. Die anderen drei Wicklungen sind der eigentliche Übertrager. An einer Wicklung (Sekundärwicklung) ist der Hörer angeschlossen. Die anderen beiden Wicklungen (Primärwicklungen) sind in Reihe zur Amtsleitung geschaltet. Nur das Mikrofon ist mittig zwischen beiden Wicklungen angeschlossen. Die vom Mikrofon erzeugte Sprechwechselspannung fließt durch beide Wicklungen gleichzeitig - jedoch in entgegen gesetzter Richtung. Das von beiden Wicklungen so erzeugte Magnetfeld hebt sich somit gegenseitig auf und verhindert das Mithören im eigenen Hörer. Die vom Amt kommende Sprechwechselspannung (des Gesprächspartners) hingegen passiert die beiden primären Wicklungen des Übertragers in Reihe (also in identischer Richtung), wodurch ein doppelt starkes Magnetfeld nun in die sekundäre Wicklung induziert wird und somit den Telefon Gesprächspartner laut im Hörer wiedergibt.