
Das Thermorelais wird in der Vermittlungstechnik eingesetzt um große Zeitverzögerungen zu realisieren. Die Schaltzeiten bewegen sich in der Größenordnung von 20 bis 50 Sekunden.
Je höher der Strom ist, der durch die Widerstandwicklung fliest, desto mehr erwärmt sich der darunterliegende Bimetallstreifen. Dieser verbiegt sich bei Erwärmung und schaltet die Kontaktfedern um.
Diese Thermorelais haben aber sehr ungenaue Schaltzeiten und wurden deshalb in der Öffentlichen Vermittlungstechnik nur sehr selten eingesetzt. In Nebenstellenanlagen haben diese Thermorelais eine größere Verbreitung gefunden.
Beispiel für den Einsatz: eine ankommender Ruf wird nach 20 bis 30 Sekunden an eine andere Nebenstelle weiterleiten.
Funktionsprinzip:
Zwei verschiedene Metalle mit unterschiedlichem Längenausdehnungskoeffizienten dehnen verlängern sich bei Erwärmung unterschiedliche stark aus. Verbindet man die beiden Enden dieser beiden Metallstreifen, zum Beispiel durch Nieten oder Walzen, so führt die unterschiedliche Ausdehnung zu einer Verbiegung des Bimetallstreifens.
Bildquelle: Sir Boris Wikipedia
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