 Das Bild zeigt den Vorwählerrelaissatz des Wiener Wählsystemes nach G. H. Dietl ("alter Bauart").
Gut zu erkennen ist, dass die beiden Relaisspulen des B- und T-Relais im Ruhezustand kurzgeschlossen sind, so dass die Stromversorgung der teilnehmerseitigen Einrichtungen (gegen Erde) über die 50-Ohm-Wicklung des T-Relais und den 100-Ohm-Widerstand erfolgt. Wird nun die speisende Ader direkt geerdet, zieht das T-Relais über die 50-Ohm-Wicklung an und öffnet den Kurzschluss über seine eigene Zweitwicklung und das B-Relais, die Anlassung des Vorwählers kann nunmehr in gewohnter Art und Weise erfolgen. Hinweis: Im alten Wiener Wählsystem war immer die b-Ader die speisende Ader, die Umstellung auf das noch heute übliche System der a-Adern-Speisung erfolgte mit der Einführung der Nachfolgesysteme (System 29 und folgende). Beim System 48 erfolgte die Fernladung über einen im Ruhezustand anliegenden 800-Ohm-Widerstand. Sollte eine verstärkte Amtsladung realisiert werden, so wurde diesem 800-Ohm-Widerstand ein solcher mit 300 Ohm parallel geschaltet.
Quelle Bild und Text: Archiv Dulosy
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