Es wurde versucht, die Betriebskosten bei den handbedienten Vermittlungsstellen zu senken.
Die verwendeten Fallklappen als Anruf- und Schlusszeichen benötigten noch sehr viel Platz in einem Verbindungsschrank. Sie mussten auch nach jedem Ansprechen mit der Hand wieder in ihre Ausgangsstellung zurück gestellt werden.
Die Firma Siemens & Halske entwickelt als Ersatz für die Fallklappen das Springzeichen. Es war mit der Abfrageklinke zu einer Einheit zusammengebaut.
Siehe dazu das Bild auf der rechten Seite.
Es war ein polarisierter Elektromagnet eingebaut. Der Anker trug einen mit einer weißen Klappe versehenen Stift. Der Stift befindet sich innerhalb der Abfrageklinke. Er wird durch einen kleinen Dauermagneten in seiner unteren Ruhelage festgehalten.
Sobald ein kleiner Anrufstrom vom Teilnehmer den Dauermagneten entgegenwirkt, wurde der Anker losgelassen und von einer Spiralfeder nach oben gedrückt.
Es wurde auf der Oberseite die weiße Kappe des Stiftes sichtbar. Der Anruf eines Teilenehmers wurde hierdurch angezeigt.
Der Stecker der Abfrageschnur war mit einer innen liegenden Längsbohrung versehen. In diese Bohrung passte der Stift des Springzeichens hinein. Zugleich wurde durch das einstecken der Abfrageschnur der Stift des Springzeichen in seine Ausgangslage nach unten zurück gedrückt.
Anstelle der Schlusszeichenklappe wurden kleine Elektromagnete mit sich selbst zurückstellenden Schauzeichen verwendet.
Mit diesen Einrichtungen wurden in den Jahren von 1899 bis 1901 mehrere Vermittlungsstellen ausgerüstet. Sie wurden aber nach der Einführung des Glühlampenschrankes bald wieder verdrängt. Der Glühlampenschrank wurde erst nach der Entwicklung von kleinen Glühlampen mit circa einen halben Zentimeter Durchmesser möglich.