Entwurf Nummer 8 der Letzte seiner Art
um zwei Sprechstellen über eine Vermittlungsstelle miteinander zu Verbinden
Ruhezustand:
Der Gabelschalter ist geöffnet. Zwischen den beiden Leitern a und b am Eingang liegt die Reihenschaltung aus Kondensator und Wecker. Der Kondensator läst den Gleichstrom nicht durch, dementsprechend passiert nichts.
Belegen:
Teilenehmer A hebt seinen Hörer ab, in der Vermittlungsstelle spricht das Relais-A1 an.
Wählen:
Die Wählscheibe (Nummernschalter) ist in der Sprechstellenschaltung in die Ader-a eingefügt. Durch eine Nummernwahl werden kurze Unterbrechungen verursacht. Das Relais-A1 kann dadurch in der Vermittlungsstelle die Einstellungen für die Wähler vornehmen. Der Kontakt nsa des Nummernschalter wird beim Aufzug des Nummernschalters geschlossen, damit man keine störenden Geräusche im eigenen Hörer wahrnehmen kann. Beim Rücklauf öffnen sich die Kontakte nsi und nsr und geben die Impulse an die Vermittlungsstelle weiter.
Der Kondensator und der Widerstand liegen parallel zu nsi/nsr, was der Funkenlöschung im Nummernschalter dient.
Sprechen:
Die Schaltung ist die gleiche wie vorher.
Im Sekundärkreis des Übertragers liegt der Gehörschutzgleichrichter, der besteht aus zwei antiparallel geschalteten Dioden. Diese werden erst bei Spannung oberhalb von 0,7 Volt leitend und schließen damit Spannungsspitzen kurz.
Rufen:
In der Vermittlungsstelle wird beim gerufenen Teilnehmer alle 10 Sekunden der Kontakt e umgelegt.
In der Ruf- und Signalmaschine (RSM) wird ein Wechselstrom von 50 Volt und 25 Hertz erzeugt. Dadurch wird der Gleichspannung ein Rufwechselstrom überlagert, er gelangt über das Relais-A2 zum Teilnehmer B, für den Kondensator in der Sprechstelle stellt der Rufwechselstrom kein Hindernis dar und gelangt zum Wecker, von dort aus zurück über die Ader-b zur Vermittlungsstelle und von hier aus über den geschlossenen Kontakt a2 von Relais-A2 auf den Minuspol der Batterie. Der Wecker in der Sprechstelle beginnt zu läuten.
Die Besonderheiten in dieser Schaltung von Relais A2
Die obere Spule von Relais-A1 stellt für den Sprechwechselstrom kein Hindernis dar. Die zweite Wicklung auf diesem Relais-A2 ist durch den Kontakt a2 kurzgeschlossen. Das Relais verhält sich wie ein Transformator, wenn man den Ausgang Kurzschließt, dann fliest auch am Eingang ein hoher Strom.
Wenn der Teilnehmer B seinen Hörer abnimmt, kann der Gleichspannungsanteil auch während des Rufes das Relais-A2 zum Anziehen bringen. Dadurch wird die Rufspannung sofort abgeschaltet und die Verbindung durchgeschaltet. (Rufabschaltung und Durchschalten ist nicht eingezeichnet)
Vorteile:
ohne zusätzliche Leitung kann das Abnehmen des Hörers in der Vermittlungsstelle ausgewertet werden, sowohl bei Teilnehmer A und unabhängig bei Teilnehmer B.
Der Teilnehmer kann die Rufnummer selbständig wählen. Der Teilnehmer kann durch den Wecker auf ein Gespräch aufmerksam gemacht werden.
Bei dieser Schaltung werden pro Teilnehmer auch nur 2 Adern benötigt.
Jetzt sind alle Aufgaben einer Sprechstelle hat mit 2 Adern erledigt.
Dieses Prinzip hat sich bis heute erhalten, jedes Analoge Telefon das über zwei Drähte angeschlossen wird, funktioniert nach diesem Prinzip.