Es gibt verschiedene Betriebsarten im handvermittelten Ferndienst, eine Betriebsart ist der Sofortverkehr.
Die Wartezeiten von der Anmeldung bis zur Ausführung der Gespräche konnten im Speicherverkehr je nach der Verkehrsbelastung zwischen wenigen Minuten und einigen Stunden schwanken.
Die Fernmeldeverwaltungen waren bestrebt, die Wartezeiten immer mehr zu verkürzen und schließlich den Teilnehmern einen Sofortdienst zu bieten, der es ermöglichte, mit dem Hörer in der Hand auf die Ausführung der Verbindung zu warten.
Neue Fernämter wurden daher so ausgestattet, dass sie den Aufbau der Verbindungen im Sofortdienst erlaubten, jedoch bei starkem Verkehrsanfall auch Speicherdienst gestatteten.
Im Sofortdienst wurden, um Wartezeiten durch die Gesprächsblattbeförderung zu vermeiden, Anmeldung und Ausführung der abgehenden Gespräche in eine Hand gelegt. Je nachdem ob eine Fernbeamtin ein abgehendes oder ein ankommendes Gespräch zu vermitteln hatte, waren die einzelnen Verrichtungen am Fernplatz grundsätzlich verschieden.
Zur Arbeitsvereinfachung und Verkehrsbeschleunigung wurden daher im Sofortdienst die abgehenden und ankommenden Gespräche an verschiedenen Platzgruppen des Fernamtes hergestellt. Abgehende Gespräche wurden an Meldefern- oder A-Plätzen angemeldet und ausgeführt.
Ein eigenes Meldeamt war nicht mehr vorgesehen.
Ankommende Gespräche und Durchgangsverbindungen wurden an Ankunfts- oder B - Plätzen zu vermittelt.