Das Schema zeigt die verschiedenen Anschaltmöglichkeiten von Querwegen und Kennzahlweg im Fernwahlsystem T62 , T69 im Wählsystem der DBP
Das Ziel einer jeden Vermittlungstechnik muss es sein, die gewünschten Verbindungen über möglichst wenige und kurze Leitungen aufzubauen.
Um diese Ziel zu verwirklichen. Müssen kürze Verbindungswege als den Kennzahlwege zur Verfügung gestellt werden. Das Sternnetz mit seinen 4 Ebenen wird zu deshalb bei Bedarf zusätzlich mit Querwegen (QW) ausgebaut.
Diese Querverbindungsleitungen gehen von einer KVSt und einer HVSt aus, und verbinden die Vermittlungsstellen auf direktem Wege miteinander.
Es werden dadurch einige Wahlstufen und lange Leitungswege eingespart.
Für diese Auswahl der Querverbindung ist eine aufwendige Vermittlungstechnik in den KVSt und HVSt erforderlich.
Die Art der Steuerung wird als Leitwegsteuerung bezeichnet und wird mit Hilfe von Registern, Umwertern und Richtungswähler durchgeführt.
Diese Querleitungsbündel werden mit Überlauf betrieben. Sobald in einen solchen QW Bündel alle Leitungen belegt sind, dann wird auf ein übergeordnetes QW Bündel ausgewichen. Als letzter Weg bei voll ausgelasteten QW Bündeln bleibt als letzter möglicher Weg noch der Kennzahlweg zur nächsten höheren Ebene offen.
Durch den Überlauf auf ein höheres Bündel oder auf den Kennzahlweg (KzW) können die QW Bündel recht klein sein und erhalten dadurch eine sehr hohe Auslastung.
Solche QW Bündel werden zwischen den Vermittlungsstellen eingerichtet, wenn der dadurch erhöhte technische Aufwand für die Leitweglenkung
durch die Einsparung von Leitungskosten und Wahlstufen mindestens ausgeglichen wird.
Beim einen Trägerfrequenzsystem mit 12 Kanälen ist das in der Regel der Fall, wenn mindesten 4 Leitungen in der abgehenden Richtung auf Grund des Verkehrsbedarfs einzurichten sind.
Es wird dadurch folgendes erreicht. Die Grundlast des Verkehrs wird über die kürzeren gut ausgelasteten Querwege geführt.
Der Kennzahlweg muss nur die Verkehrsspitzen aufnehmen.
Das Bild zeigt die Darstellung aller Möglichkeiten zur Schaltung von Querwegen zwischen den Vermittlungsstellen.
Bedingt durch die starke Verkehrszunahme des privaten Telefonverkehrs zu den günstigen Tarifen am Abend mit einer deutlich anderen Verkehrsstruktur als der Geschäftsverkehr am Tag, wurde nach Möglichkeiten gesucht, das vorhandene Netz noch besser auszulasten.
Es werden daher seit dem Jahr 1978 verstärkt und systematisch Durchgangsquerwege (DgQW) neuer Art aufgebaut und angeschaltet. Diese neuen Wege laufen von jeder HRW Gruppe von einer HVSt in jeden ZVSt Bereich auf eine einzelne festgelegte HVSt.
Die erhält dann die Funktion einer Durchgangs HVSt (DgHVSt) wird stellt damit neben der KVSt und der HVSt eine dritte Leitwegstufe im Verbindungsaufbau dar.
Durch diese zusätzliche und neuere Art der Verkehrslenkung wird der oberste Kennzahlenweg umgangen und entlastet. Diese speziellen DgQW Bündel führen ausschließlich Verkehr zu dem benötigten Ziel ZVSt Bereich. Dieser Verkehr benutzt das dort in der Regel vorhandene und gut ausgebaute Querleitungsnetz der DgHVSt im Zielbereich mit.