Anbei das Bild einer SIEMENS Nebenstellenanlage W17a für eine Amtsleitung, eine Hauptstelle und fünf Nebenstellen. Dieser Anlagentypus wurde vornehmlich in Wien gefertigt und war für die Besonderheiten des Wiener Wählsystemes ausgelegt. In der Ursprungsversion konnte die Anlage auch mit Amtsfernladung (Batteriefernladung) und einem lokalen Akkumulator betrieben werden, in späteren Zeiten gelangte dann ein entsprechend dimensioniertes Netzteil zur Anwendung. Besagte Anlage zählt im Prinzip zu den Relaiswähleranlagen, weil der Drehwähler nur zum Markieren des gewünschten Teilnehmers verwendet wird. Rechts unten aud dem Bild ist das mit einem zusätzlichen Gewicht ausgestattete Flachrelais (mit Pw beschriftet) zu sehen, das als Polwechsler den Rufstrom erzeugt, rechts oben ist deutlich der Mikrofonsummer zu sehen, der den Hörton liefert. Die freien Plätze auf den Relaisschienen dienen zur Nachrüstung weiterer Sprechstellen (bis zu 10) sowie zur Nachrüstung der Differentialrelais. Es ist eine Besonderheit dieser Anlage, dass es für hausinterne Anschlüsse keine gemeinsame Erdleitung gibt, sondern, dass jede Nebenstelle dreiadrig (a, b und Amtsholung) angeschaltet werden muss. Für externe Nebenstellen, die bekanntlich nur zweiadrig anschaltbar sind, wurde dann das Differentialrelais nachgerüstet. Auf diese Art und Weise konnte pro Sprechstelle je ein Flachrelais eingespart werden.
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