
Alter Sendeturm (117,5 m hoch)
Die Richtfunkanlage Berlin Frohnau besteht heute aus einem 117,5 Meter hohen freistehenden Stahlfachwerkturm, der von 1971 bis 1972 für 2,5 Mio. DM erbaut wurde. Der Turm hat ein Eigengewicht von 400 Tonnen und für sein Fundament wurden an den vier Stützen jeweils 100 m³ Beton verbaut.
Nutzung des neuen Turms:
Der Zweck der neuen hohen Sendemasten war ursprünglich die abhörsichere und störungsfreie Übertragung von Telefongesprächen zwischen der BRD und Berlin-West über das Gebiet der DDR.
Die Höhe des Turms resultierte aus der Notwendigkeit das sich die beiden Stationen optisch sehen müssten. Wegen der Erdkrümmung war diese Höhe erforderlich.
Die Abhörsicherheit erwies im Nachhinein als Illusion.
Bis zur Inbetriebnahme dieser neuen Anlage war nur eine Verbindung mit der Technik des Überhorizont-Richtfunks möglich, so wie sie beim niedrigeren Sendeturm eingesetzt wurde.
Die Technik war sehr störungsanfällig, weil es einer Reflexion des Signals in den oberen Schichten der Erdatmosphäre voraus setzte und diese nicht immer stabil war.
Nach der Wiedervereinigung wurden die Richtfunkstrecken stillgelegt.
Es folgte später noch eine Nutzung für den Richtfunk der Bundeswehr.
Zu keiner Zeit wurden Fernseh- oder UKW-Hörfunkprogramme gesendet.
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