Bis zum Jahr 1990 wurden in Deutschland fast ausschließlich Richtfunkstrecken für die Übertragung von Telefongesprächen über große Entfernungen (ca. 100–120 km) eingesetzt.
Die Deutsche Bundespost baute dazu in den Jahren von 1950 bis in die 1960er Jahre ein engmaschiges Netz von Fernmeldetürmen, über die Richtfunk Verbindungen zwischen einzelnen Vermittlungseinrichtungen geführt wurden.
Eine Besonderheit dabei war die Richtfunkverbindung nach West-Berlin, die aufgrund der großen Entfernung zwischen der BRD und West-Berlin am Rande der technischen Möglichkeiten betrieben werden musste.
Neben dem Telefonnetz wurden zu dieser Zeit auch Richtfunkstrecken zur Übertragung der öffentlich-rechtlichen Programme gebaut.