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    Reihenschaltung - Reihenanlage  149 von 223eine Seite zurückeine Seite vor

    Reihenschaltung - Reihenanlage
    Stromlaufplan einer Reihenanlage

    Die Reihenschaltung:

    Die Hauptanschlußleitung wird nacheinander durch sämtliche Nebenstellen (Reihensprechstellen) geführt und endet bei der Hauptstelle auf einem Wecker.

    Die Hauptstelle ist nicht eine Hauptstelle, wie sie bei der Zentralschaltung besteht, sondern eine Reihensprechstelle wie die übrigen; es fällt ihr aber die Aufgabe zu, die vom Amt eingehenden Anrufe zu beantworten. Die Fernsprechgehäuse der Reihenstellen sind für gewöhnlich nicht in die Leitung eingeschaltet, doch kann sich jede Stelle ohne die Mitwirkung der Hauptstelle durch einen einfachen Umschaltapparat – den Amtschalter – mit dem Fernsprechamte verbinden.

    Eine Vermittlung der Hauptstelle hat nur dann einzutreten, wenn auch die übrigen Reihenstellen einen vom Vermittlungsamte kommenden Anruf beantworten sollen. Zur Benachrichtigung der betreffenden Reihenstelle durch Wecksignal oder mündliche Mitteilung dienen die zum Verkehr der Reihensprechstellen untereinander gezogenen Sprechleitungen, an die sich die Stellen durch einfache Schaltvorrichtungen – Linienwähler – anschließen.

    In Reihenanlagen können also sämtliche Stellen jederzeit miteinander und mit dem Vermittlungsamte verkehren, ohne daß eine Bedienungsperson in der Hauptstelle anwesend sein muß, wie das bei den Zentralanlagen Bedingung ist. Es ist dies ein großer Vorzug der Reihenschaltung, die infolgedessen bei kleineren und mittleren Anlagen neuerdings die Zentralschaltung fast verdrängt hat. Für große Anlagen mit vielen Amtsleitungen und Sprechstellen wird die Reihenschaltung zu verwickelt und teuer für solche ist die Zentralschaltung vorteilhafter.


    Das Bild zeigt die Schaltung einer Reihenanlage für eine Amtsleitung und fünf Nebenstellen dar. Die Amtsleitung L a/h durchläuft die Reihensprechstellen N1 bis N5 in Hintereinanderschaltung und endet bei der Hauptstelle H, welche die vom Amte eingehenden Anrufe beantworten soll. Sie erhält zu diesem Zwecke außer dem Reihensprechapparat einen Wecker W mit Kondensator C, den Endwecker. In der Figur ist als Hauptstelle die erste Reihensprechstelle angenommen worden; es kann aber auch jede andre Stelle zur Hauptstelle gemacht werden, ohne dass es einer Änderung der Verbindungen zwischen den einzelnen Sprechstellen bedarf. Es braucht nur die Amtsleitung, nachdem sie sämtliche Stellen durchlaufen hat, nach der als Hauptstelle bestimmten Reihensprechstelle geführt und hier auf Endwecker geschaltet zu werden.

    Die Linienwählerleitungen der Nebenstellen werden parallel von den Tastenzuführungen des Linienwählers abgezweigt. Abweichend hiervon liegt bei jeder Sprechstelle die Linienwählerleitung, die mit ihr die gleiche Nummer führt, an den Apparatzuführungen und die zugehörige Tastenzuführung an einer Abzweigung der Linienwählerleitung nach der Hauptstelle. Zum Beispiel liegt die Linienwählerleitung Nr. 1 bei der Nebenstelle 1 an den Klemmen NA, a, b, und bei den übrigen Sprechstellen einschließlich der Hauptstelle auf der Linienwählertaste 1. In dem Bild ist nur die Hauptstelle H und die Nebenstellen N1 und N5 eingezeichnet; die Schaltung der Stellen N2 – N4 entspricht der Schaltung der Stelle N1.


    In Fernsprechnetzen mit Zentralbatteriebetrieb wird der Speisestrom für den Verkehr der Nebenstellen mit dem Amte über den a-Zweig der Amtsleitung und für den Verkehr der Nebenstellen untereinander über den b-Zweig aus der auf dem Vermittlungsamte aufgestellten Zentralbatterie entnommen. Zu diesem Zwecke werden auf dem Vermittlungsamte und bei der ersten Reihensprechstelle sogenannte Speisebrücken eingeschaltet.


    Bei der durch das Bild dargestellten Reihenanlage besteht die zwischen den a- und den b-Zweig der Amtsleitung L a/b eingeschaltete Speisebrücke aus den Drosselspulen D a und D b, sowie den Kondensatoren C a und C b; zwischen beiden Kondensatoren ist eine Erdleitung E angeschaltet, die sämtliche Sprechstellen durchläuft. Auf dem Vermittlungsamte ist eine gleichartige Speisebrücke aufgestellt.


    Sind alle Amtschalter und Tasten in der Ruhelage, so ist in die Amtsleitung außer den Speisebrücken auf dem Amte und der Speisebrücke von dem ersten Apparate der Reihenanlage nur der Endwecker eingeschaltet. Die Nebenstellenleitungen, zu denen auch die Sprechleitung (H) der Hauptstelle rechnet, sind von den Apparatzuführungen über die Linienwählertasten isoliert; jede Nebenstellenleitung steht jedoch mit dem Wecker W derjenigen Sprechstelle über N A in Verbindung, die mit ihr die gleiche Nummer führt. Hörer F und Mikrofon M sind durch die Ein- und Ausschaltvorrichtung bei X bei angehängtem oder aufgelegtem Handapparat ausgeschaltet. Der Induktor J ist so eingerichtet, dass er beim Drehen Weckstrom über die niedergedrückte Linienwählertaste zu der betreffenden Nebenstelle sendet, den Stromkreis des Handapparates der weckenden Stelle aber unterbricht. Der Amtschalter S besteht aus 4 Senderpaaren und ist mit einem Seitenschalter S1 mechanisch gekuppelt. Außerdem sind alle Tasten untereinander und mit der Ein- und Ausschaltervorrichtung X mechanisch so verbunden, daß durch das Niederdrücken einer Taste eine vorher niedergedrückte Taste ausgelöst wird. Beim Anhängen oder Auflegen des Handapparates gehen alle Tasten selbsttätig in die Ruhelage zurück. Der Seitenschalter S1, der beim Drücken des Amtschalters mitbetätigt wird, dient zur Unterdrückung des Schlusszeichens auf dem Amte, wenn sich die Sprechstelle zur Benachrichtigung der vom Amte gewünschten Stelle oder zu einer Rückfrage vorübergehend aus der Amtsleitung ausschaltet. Um Störungen der Gespräche auf der Amtsleitung zu verhindern, ist in jeder ein Besetztzeichen oder Sperrzeichen Sp vorgesehen. Die Besetztzeichen sind hintereinander geschaltet in einer besonderen Leitung, die einerseits mit der Speisebrücke und andererseits mit den Kontakten der Seitenschalter verbunden ist. Wird ein Amtschalter niedergedrückt, so werden sämtliche Sperrzeichen unter Strom gesetzt und bleiben so lange angezogen, bis durch Anhängen des Hörers der Seitenschalter wieder ausgelöst ist.


    Der Verkehr wickelt sich in folgender Weise ab: will die Nebenstelle N1 die Nebenstelle N5 sprechen, so wird der Handapparat bei N1 abgenommen und die Linienwählertaste 5 gedrückt. Hierauf dreht Nebenstelle N1 den Induktor J und betätigt dadurch den Wecker W bei  der Nebenstelle N5. Die Mikrofonspeisung geschieht bei beiden Sprechstellen über den b-Zweig der Amtsleitung aus der Speisebrücke.


    Beim Anrufen der Hauptstelle durch das Amt ertönt der Endwecker; die Hauptstelle schaltet sich durch Niederdrücken der Amtstaste in die Amtsleitung ein. Soll die Verbindung mit einer anderen Nebenstelle hergestellt werden, so ruft die Hauptstelle die gewünschte Nebenstelle und fordert sie auf, sich in die Amtsleitung einzuschalten. Das Vermittlungsamt kann von jeder Nebenstelle durch Niederdrücken der Amtstaste angerufen werden; beim Amt erscheint alsdann das Anrufzeichen.


    Um einzelne oder auch alle Sprechstellen in die Lage zu setzen, die in der Amtsleitung geführten Gespräche zu überwachen, werden die Apparate solcher Stellen mit Mithörtasten Mh ausgerüstet. Sie sind mit den übrigen Tasten und der Ein- und Ausschaltvorrichtung ebenfalls so gekuppelt, dass die vorher niedergedrückte Taste beim Niederdrücken einer zweiten Taste ausgelöst wird. Jede Amtsleitung, in der mitgehört werden soll, wird mit einer Induktionsspule Ms ausgerüstet, und zwar wird die primäre Wicklung in den einen Zweig der Amtsleitung eingeschaltet, während die Sekundärwicklung mit den beiden Leitungen verbunden wird, die zur Mithörtaste Mh führen. Letztere ist so geschaltet, dass sie während der Dauer des Mithörens Hörer und Mikrofon des zugehörigen Reihenapparates von den Klemmen N A abtrennt. Auf diese Weise wird verhindert, dass andere Nebenstellen sich durch Niederdrücken der Taste der mithörenden Stelle in die Mithörverbindung einschalten können. Anrufe gehen jedoch bei der mithörenden Stelle ein, weil deren Wecker angeschaltet bleibt. Soll die Mithöreinrichtung auch zum Mitsprechen verwendet werden, so muss, wie bei der Hauptstelle H dargestellt ist, der von der Mithörtaste kommende Draht m an die Klemme i2 der Mikrofoninduktionsspule angelegt werden. Soll nur mitgehört werden, so wird dieser Draht an die Klemme i2 der Mikrofonspule angelegt, wie bei der Nebenstelle N5 dargestellt ist.


    Sind in einer Reihenanlage zwei oder drei Amtsleitungen vorhanden, so erhalten die einzelnen Apparate entsprechend der Zahl der Amtsleitungen mehr Tasten u.s.w., und die von N A kommenden Zuführungen zu den Sprechapparaten laufen über zwei oder drei hintereinander geschaltete Amtschalter. Zur Kennzeichnung der Amts Anrufe werden gewöhnlich Klappen in Verbindung mit Weckern besonderer Bauart verwendet. Reihenanlagen mit mehr als 6 Amtsleitungen sind nicht zu empfehlen, an ihrer Stelle werden zweckmäßig Zentralanlagen zur Verwendung kommen. Reihenanlagen in Fernsprechnetzen mit Ortsbatteriebetrieb erhalten für die Apparate besondere Mikrofonbatterien und eine gemeinsame Batterie aus etwa 6 Trockenelementen zur Betätigung der Sperrzeichen.

    Quelle: Bild und Text gemeinfrei Schutzfrist abgelaufen




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