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    RFT Rundfunk- und Fernmelde-Technik
    RFT  Rundfunk- und Fernmelde-Technik Details Anzeigen

    Rundfunk- und Fernmelde-Technik (kurz RFT) war der Name eines Herstellerverbundes von verschiedenen Unternehmen der Nachrichtentechnik in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

    RFT Radio- und Fernmelde-Technik ist somit keine Firmenbezeichnung, sondern ein Warenzeichen-Signet bzw. Logo eines Warenzeichenverbandes in der DDR für «Radioverwandte Produkte», dem Betriebe des Industriezweiges Rundfunk- und Fernsehtechnik und des Industriezweiges Nachrichten- und Messtechnik angehörten. Es entstand bereits 1946, also lange vor der Gründung der DDR, und wurde von der VVB (Vereinigung Volkseigener Betriebe) Radio und Fernmeldetechnik und später von den Kombinaten übernommen. Später sagte man auch, RFT sei die Abkürzung für „Repräsentant Fortschrittlicher Technik“.

    Unter dem einheitlichen Namen RFT firmierten in den 1980er Jahren das Kombinat Rundfunk- und Fernsehtechnik, das Kombinat Nachrichtenelektronik und der VEB Industrievertrieb Rundfunk und Fernsehen, mit seinem Handelsbetrieb, den Werkstätten und dem Antennenbau. Aber auch einzelne Betriebe der Kombinate Robotron Dresden, Meßelektronik Dresden, Mikroelektronik Erfurt und des Kombinates Geräte- und Reglerwerk Teltow gehörten zum Warenzeichenverband.

    Letztendlich aber war RFT die Einheitsmarke, unter der von der Elektronenröhre, über Transistor, Mikrochip, Kondensator, Antennenanlage bis hin zum kompletten Kurzwellensender im 250-Kilowatt-Bereich alles vertrieben wurde, was die DDR-Nachrichtentechnik zu bieten hatte


    Geschichte


    Eine große Anzahl ursprünglich selbstständiger kleinerer und größerer Geräte- und Apparatehersteller wurden im Laufe der Geschichte der DDR verstaatlicht. Dazu gehörten auch Teile der ehemaligen Unternehmen Siemens, AEG und anderer Großbetriebe; einige kleinere Privatbetriebe jedoch erst in den 1970er Jahren. Aus einigen dieser Unternehmen wurde die VVB RFT Radio und Fernmeldetechnik Leipzig gebildet, aus dem später das VEB RFT Kombinat Nachrichtenelektronik hervorging. Die Produkte wurden unter der einheitlichen Marke RFT hergestellt. Mit dieser Bezeichnung wurde daher in der DDR quasi alles versehen, was mit Nachrichtentechnik zu tun hatte, auch, aber nicht nur, im Privatkonsumentenbereich. Daher ist die Firmengeschichte außerordentlich vielfältig und kompliziert. Die Kombinate in der DDR wuchsen mit den Jahren durch Integration weiterer Unternehmen und sogar kleinerer Kombinate beständig an. So wurde z. B. 1979 das Dresdner Kombinat RFT Meßelektronik, welches mittlerweile nahezu die gesamte Produktion von Messgeräten vereinte, in das Kombinat Robotron überführt. Die Messgeräte wurden trotzdem teilweise weiter unter der Marke RFT gefertigt und nicht unter der Marke Robotron.

    Durch Zusammenlegung mehrerer Kombinate wurde 1980 schließlich das RFT-Kombinat Rundfunk- und Fernsehtechnik gegründet. Es beschäftigte 1990 insgesamt 23.000 Mitarbeiter. Ebenso wurde die Produktion der Nachrichtentechnik im Kombinat Nachrichtenelektronik zusammengefasst.

    Forschung


    Für die Hersteller von RFT-Erzeugnissen arbeiteten mehrere Zentrallaboratorien für die Forschung zur Entwicklung neuer Technologien und neuer Produkte. Zu erwähnen sind zwei dieser Laboratorien, ein Berliner zuständig für Fernmeldetechnik in Treptow-Köpenick und eines für Rundfunk- und Fernsehempfangstechnik in Dresden. Anfänglich arbeiteten in diesen Bernhard Vinzelberg und Kurt Freitag. Vinzelberg richtete zusammen mit Friedrich Knochenhauer, einem Ingenieur, der 1961 die DDR verließ und zu SEL wechselte, ein Labor für Magnetspeichertechnik ein, das die Grundlage für die frühe Produktion von Spulentonbandgeräten in der DDR war.




    Zeitraum  1946