
Die Bilder von einem Gestell aus der Rundfunktechnik zeigen einen Verzweiger mit Kreuzverteiler. Es wird die Rückseite gezeigt.
Für die Verzweigung der Rundfunkprogramme hatte die Rfl-Verzweigerstelle Kreuzverteiler, die durch Sperrvorrichtungen gegen eine Doppelbelegung gesichert waren. Siehe dazu Bild von der Vorderseite des Kreuzverteilers.
Die Verteilerfelder sind in der Mitte geteilt. Die linke Seite wurde für die ankommenden Leitungen und die rechte Seite für die abgehenden Leitungen verwendet.
Leitungen die in beiden Richtungen betrieben wurden, erschienen sowohl auf der linken wie auf der rechten Seite. Es eine Leitung in einer Richtung belegt, so wurde die Gegenrichtung elektrisch gesperrt. In der linken Hälfte wirkte die Sperrung sowohl senkrecht wie auch waagrecht. Eine ankommende Leitung konnte dadurch nur auf einen Hauptverstärker aufgeschaltet werden. Eine Doppelbelegung war nicht möglich.
In der rechten Hälfte waren nur die senkrechten Schaltreihen mit einer Sperrvorrichtung versehen. Es konnten dadurch mehrere abgehende Leitungen mit einem VRLh (Rundfunkleitung Hauptverstärker) verbunden werden. Es konnten aber nicht mehrere ankommende Leitungen (mehrere Programme) auf einen Verstärker geschaltet werden.
Die Sperrung wurde mechanisch und elektrisch ausgeführt. Bei den Systemen 34, 48 und 50 sind im Abstand der Kreuzungspunkte durchbohrte kleine Rohre mit Kugeln so aufgefüllt, das nach der Einführung eines Schaltsteckers der Stift von diesem die Kugeln auseinander drückt. Es blieb jetzt kein Zwischenraum mehr übrig um einen weiteren Schaltstecker einzuführen.
Der Stift des Schaltsteckers drückt die Kugeln soweit auseinander, so das ein Kopfkontakt am Ende des Rohrs betätigt wurde. Durch diesen Kontakt werden über Relais eine Sperrung in anderen Gestellen bewirkt.
Dazu wird durch einen Elektromagneten eine herausstehende Kugel in das Rohr hineingedrückt. Dadurch ist jetzt kein Zwischenraum mehr vorhanden und es kann kein Schaltstecker mehr eingeführt werden.
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