Für Ladeströme bis 20 Ampere (bei 60Volt Betriebsspannung) wurden gerne Quecksilberdampfgleichrichter verwendet. In der Anfangszeit der Telefontechnik standen noch keine Trockengleichrichter, so wie wir sie heute kennen, zur Verfügung.
In einer mit Quecksilberdampf gefüllten Röhre kann der Strom nur von der Kathode K zu den einzelnen Anoden A fliesen. Ein Stromfluss in umgekehrter Richtung ist nicht möglich. Das rechte Bild zeigt einen vereinfachten Schaltplan einer Stromversorgung mit einem Quecksilberdampfgleichrichter.
Ein Quecksilberdampfgleichrichter muss gezündet werden, damit er seinen Betrieb aufnehmen konnte. Dieses Zünden wurde ganz einfach durch ein leichtes Kippen der Röhre eingeleitet.
Der Vorgang heißt Tauchzündung. Beim kippen entsteht zwischen der Zündanode Za und der Kathode K ein Funken der durch das flüssige Quecksilber hergestellt wird.
Durch die hohen Temperaturen verdampft das Quecksilber in der Röhre und setzt sich an der Glaswand nieder, kühlt ab und fliest zur Kathode nach unten zurück. Die Zündung wird durch den fliesenden Betriebsstrom aufrecht erhalten. Bei Absinken halten die Erregeranoden EA den Lichtbogen aufrecht. Der obere Transformator stellt die Netztrennung dar und mit seiner geteilten Primärwicklung wird in dieser Schaltung eine Zweiweg Gleichrichtung durchgeführt. Die beiden Drosseln D glätten den Gleichstrom