Ein Pilotton ist in der Fernmeldetechnik ein Signal (in der Regel eine einzelne Frequenz als Sinuston), der außerhalb vom eigentlichen Nutzsignal über einen Kanal übertragen wird. Er dient zu Kontroll-, Steuerungs- und Überwachungszwecken.
Die Überwachung von Trägerfrequenzeinrichtungen wird mit Hilfe eines Pilot Tons (Pilot Ton Überwachung) durchgeführt.
Dazu wird in einem Zeittakt von 1 Sekunde der 60 kHz-Pilot jeder Leitung abgetastet und dabei der Pegel überwacht. Falls die Abweichungen von dem Sollwert größer als 0,2 N sind, dann wurde sofort eine akustische und optische Signalisierung im Amt ausgelöst.
Unabhängig von diesem Leitungspilot wurde jeder Gruppe von 12 Kanälen einen gesonderten Pilot, der sogenannte Gruppenpilot zugeordnet, der die Möglichkeit bietet, den Pegel einer Gruppe über mehrere Leitungsabschnitte hinweg zu überwachen.
Eine Versuchsanlage mit dieser Technik wurde in den 50er Jahren erstmalig mit der Transistortechnik verwirklicht. Die Versuchstrecke befand sich auf der Strecke Frankfurt-Paris. Diese Art der Fernüberwachung ermöglichte es, Unregelmäßigkeiten auch in den unbemannten Verstärkerämtern, die im Zuge der Trägerfrequenzkabel liegen, sofort im Überwachungsamt erkennen zu lassen. So konnten zum Beispiel Einbruch, Feuerausbruch, gestörte Netzersatzanlage, Ausfall eines Rundfunkleitungsverstärkers sofort Störung in einem Schauzeichenfeld erkannt werden.