Die Möglichkeit des Verbindungsaufbau durch Selbstwahl üb die Grenzen einen Ortsnetzes hinaus, erforderte die Festlegung einen Kennzahlenplan. Für jedes Ortsnetz wurde eine Ortsnetzkennzahl vergeben.
Die Abkürzung lautet: ONKz
Im deutschen Selbstwählferndienst (SWFD) wird netzgebundenes System mit offenen Kennzahlen verwendet.
Es gibt in der BRD ca. 3800 Ortsnetze (ON), die durch die 4 stufige Hierarchie an die Kontenvermittlungsstellen angebunden sind. Es hat dadurch jedes Ortsnetz in der Regel eine vierstellige Kennzahl. Siehe dazu obiges Beispielbild.
Diese Kennzahl ist nach folgendem Schema aufgebaut:
- erste Ziffer der Zentralvermittlungsstelle (ZVSt)
- zweite Ziffer der Hauptvermittlungsstelle (HVSt) innerhalb eines ZVSt-Bereiches
- dritte Ziffer eine Knotenvermittlungsstelle (KVSt) innerhalb des HVSt-Bereiches
- vierte Ziffer eine von 10 Endvermittlungsstellen (EVSt) innerhalb des
KVSt-Bereiches.
Die Ortsnetzkennzahl (ONKz) bezeichnet vermittlungstechnisch die Endvermittlungsstelle (EVSt) im Zielgebiet.
In größeren Ortsnetzen mit einer hohen Teilnehmeranzahl und auch durch die Verwendung von Durchwahlanlagen entsteht dadurch eine längere Teilnehmernummer. Es werden daher für diese größeren Ortsnetze verkürzte ONKz die nur aus drei oder zwei Ziffern besteht, verwenden.
Beispiele für verkürzte Ortsnetzkennzahlen:
- München (0) 89
- Nürngerg (0) 911
- Deggendorg (0) 991
Die gesamte Länge einer Teilnehmernummer kann dadurch nur maximal 10 Ziffern lang sein.