Bayern Online EDV Administration Internet Hosting Email Archivierung und Historische Fernmeldetechnik Bayern Online EDV Administration und Historische Fernmeldetechnik EDV Service | Historische Fernmeldetechnik | Bildersammlung
Suchen
info@bayern-online.com
Tel: 0160-6753587


 

Webseiten
  • Homepage
  • Was ist Neu
  • Suchen
  • Suchen - Neu
  • Spritkosten Berechnen
  • Impressum
  • AGB
  • Haftungsausschluss
  • Sitemap
  • Login
  • Marktplatz

  • Kategorien
     > Telefontechnik
        Geschichte Telekommu..
        >> Lexikon
        Vorwort
        Chronik des Fernmeld..
        Abkürzungen
        Videos
        Hauptbauteile
        Landesfernwahl
        Systeme Liste
        Verbreitung in Europ..
        Bilder
        Stromversorgung
        Animationen
        Links
        2 Sprechstellen mit..
        Vorfeldeinrichtungen
        Rund um die Telefont..
        Schaltungen
        Zusatzeinrichtungen
        Verbindungen
        Fernsprechauskunft
        Biografien
        1909 bis 1922
        Reichspostsystem - B..
        System Dietl Wien
        System 22
        System 27
        System 29
        System 31
        System 34
        System 40
        Wählsystem 48
        Wählsystem 48M
        System 50
        System 55 (EMD)
        System EMK
        Endamt 57
        System 58
        Endämter mit Koordin..
        Technische Dokumenta..
        Fachbuch 40 Jahre Fe..
        Fachbuch Das Rheinla..
        Das Fernsprechkabel ..
        Fachbuch Feyerabend
        Cyclopedia Telephony..
     Bilder
     Webmail Zugang
     Netzwerk EDV Service
     Email-Hilfe
     Schaltpläne
     Rundfunk

     
    Homepage > Telefontechnik > Lexikon
    Operator - Telefonist - Telefonistin  141 von 231eine Seite zurückeine Seite vor

    Operator - Telefonist - Telefonistin
    Telephone Operator by Gerrit A Beneker

    Ein Telefonist (oder Telefonoperator) ist ein Mitarbeiter im Fernsprechverkehr, dessen Aufgabe es ist, Telefongespräche anzunehmen und an die gewünschten Teilnehmer zu vermitteln.

    In früheren Telefonzentralen musste noch manuell vermittelt werden (teilweise mit dem Kurbelinduktor), was in eigenen Ämtern meist durch weibliche Telefonistinnen (daher „Fräulein vom Amt“) erfolgte, denn die hohe Stimmlage war verständlicher als die der meisten Männer.

    Heute ist die Direktwahl der Telefonnummern fast überall möglich (Wählverbindung), so dass eine Handvermittlung nicht mehr nötig (und meist auch nicht möglich) ist. Bei größeren Unternehmen werden Telefonisten für die richtige Zuordnung der Anrufe eingesetzt.

    Moderne Telefonanlagen unterstützen die Anzeige der freien und besetzten Nebenstellen („Klappenschrank“) durch Kontrolllampen oder am PC; vermehrt übernehmen Sprachdialogsysteme die Aufgabe der Telefonisten.


    In Notrufzentralen und anderen Leitstellen werden die Telefonisten auch als Disponenten bezeichnet.
    Eine auch heute noch durchgeführte Aufgabe von Operatoren ist die Annahme von Nachrichten eines Anrufers und deren Übermittlung in Textform, beispielsweise in ein Funkrufnetz wie Cityruf. Ebenfalls wurden Telefonisten zur Aufnahme von Telegrammen eingesetzt.

    Zum Bild: Telefon Operator (A. Weaver of Public Thought), oil on canvas painting by Gerrit A. Beneker, 1921, El Paso Museum of Art

    Das Bild ist unter Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication verfügbar


    Handvermittlung in Salt Lake City

    Das Fräulein vom Amt

    Frauen ersetzten ab dem 26. Januar 1878 auf Grund ihrer höheren Stimmlage die jungen Männer in den Vermittlungsstellen. Ihre Aufgabe war die Vermittlung eines Teilnehmers zu einem anderen Teilnehmer. Jeder Teilnehmer besaß eine eigene Anschlussbuchse auf dem Klappenschrank. Der Standardsatz lautete „Jetzt kommt ein Gespräch für Sie“ und die Verbindung zum Gesprächspartner wurde hergestellt.


    Für diesen Beruf waren eine gute Schulbildung, beste Umgangsformen und, wenn möglich, Fremdsprachenkenntnisse erforderlich. Für die Aufnahme wurden lediglich einige Einstellungstests durchgeführt. Die Damen mussten jung, ledig und aus gutem Hause sein. Die Ausbildung bzw. die Anlernzeit finanzierte die Post. Das Gehalt war ähnlich wie beispielsweise das der Sekretärin. Es reichte aus, um eine unverheiratete Frau zu versorgen.

    Um die Jahrhundertwende erfreute sich dieser Beruf großer Beliebtheit. Knapp 4000 Fräulein vom Amt gab es 1897. Zehn Jahre später waren es schon 16.000. Mit der Entwicklung der automatischen Vermittlungstechnik, bei der elektromechanische Wähler die Verbindungen aufbauten, wurden die „Fräuleins“ nach und nach durch Maschinen ersetzt: 1908 wurde in Hildesheim das erste automatische Ortsamt in Deutschland in Betrieb genommen. Doch erst 1966 waren alle Ortsnetze auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik automatisiert.

    Bis heute gibt es handvermittelte Gespräche ins Ausland, da nicht alle Geräte in allen Ländern direkt angewählt werden können. Die Telekom betreibt zu diesem Zwecke noch eine Telefonnummer unter der man sich handvermitteln lassen kann.

    Telefonistin (Schweiz)


    Eine Telefonistin (oder Telefonoperatorin) ist eine Mitarbeiterin im Fernsprechverkehr. Ihre Aufgabe ist es, Telefongespräche anzunehmen und an die gewünschten Teilnehmer zu vermitteln. Heutzutage existiert der Beruf kaum noch, da fast alle Telefonnummern mittlerweile per Direktwahl gewählt werden können.

    In der Schweiz wurden für diese Arbeit seit den Inbetriebnahmen der ersten Telefonnetze um 1880 fast ausschließlich Frauen angestellt. Dies wurde von der Verwaltung einerseits damit begründet, dass die weibliche Stimme am Telefon besser verstanden werde, andererseits sagte man den Frauen im Gegensatz zu männlichen Angestellten mehr Geduld und Feingefühl im Umgang mit den Kunden nach. Einen öffentlichen Beschluss, der den Männern die Arbeit im Vermittlungsdienst untersagt hätte, gab es zwar nicht, aber die Anstellung von Frauen für den Telefondienst wurde nie groß diskutiert und von der Verwaltung als selbstverständlich betrachtet.

    Aufgabenbereich

    Bis zur automatischen Telefonvermittlung, die etwa in den 1920er Jahren einsetzte und über mehrere Jahrzehnte hinweg schrittweise eingeführt wurde, mussten die telefonischen Verbindungen noch manuell hergestellt werden. Die Abonnenten wählten demnach zuerst die Nummer der nächsten Telefonzentrale, wo die Telefonistinnen die Anrufe entgegennahmen und die gewünschte Verbindung an ihren Vermittlerpulten herstellten. Dazu steckte sie die Leitung des Anrufers, an deren Ende ein Stöpsel befestigt war, in die entsprechende Vertiefung. Falls die Telefonistin die Verbindung korrekt hergestellt hatte, konnte nun das eigentliche Telefongespräch geführt werden. Teilweise musste der Kunde auch über mehrere Telefonzentralen weitergeleitet werden, bis die gewünschte Verbindung hergestellt war. Die Telefonistin schaltete sich hinzu, um das Ende des Telefonats festzustellen und die Verbindung zu lösen. Die Leitung konnte daraufhin von einem neuen Kunden besetzt werden.

    Mit der rasch zunehmenden Zahl an Telefonleitungen ab Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Abläufe in den Zentralen immer mehr rationalisiert. Dies hatte Auswirkungen auf die Arbeit der Telefonistinnen, die nun zu möglichst schnellem Arbeiten angehalten wurden. Demzufolge hatten die Telefonistinnen an ihren Vermittlerpulten meist mehrere laufende Telefonate gleichzeitig, insbesondere während den Stosszeiten. Dabei hatten sie stets freundlich und zuvorkommend zu wirken.

    Gesellschaftliches Ansehen

    Die Telefonistinnen genossen einen guten Ruf, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts insbesondere auf eine allgemeine Faszination mit dem neuen Medium “Telefon” zurückzuführen war. Die Tatsache, dass die Telefonistinnen in Kontakt mit einem zunächst vor allem männlichen Publikum standen, von diesem aber nur gehört, jedoch nicht gesehen werden konnten, verlieh den Frauen in den Telefonzentralen eine geheimnisvolle Aura. Dieser Umstand gab teils sogar Anlass zu anzüglichen Phantasien, wie beispielsweise im deutschen Schlagerlied von Robert Stolz und Arthur Rebner aus dem Jahre 1919, “Hallo, du süsse Klingelfee”. Zudem galt die Arbeit in den Telefonzentralen als sichere Stelle, worauf damals sehr viel Wert gelegt wurde.

    Aufnahmeprüfung und Lehrzeit

    In der Regel wurden die Lehrtöchter durch Zeitungsinserate angeworben. An die Interessentinnen wurden relativ hohe Anforderungen gestellt. So war die Kenntnis einer zweiten Amtssprache oder Englisch Voraussetzung, um Telefonistin zu werden. Des Weiteren wurden genaue Geografiekenntnisse verlangt, weil die Arbeit in den Telefonzentralen ein schnelles Finden der Telefonnummern voraussetzte, die nach Regionen und Ortschaften geordnet waren. Auch mathematische Kenntnisse wurden vorausgesetzt, um die Taxen für die jeweiligen Telefonate korrekt zu berechnen. Darüber hinaus mussten die Anwärterinnen eine hohe Belastbarkeit aufweisen können, um aufgenommen zu werden. Die Telefonämter erkundigten sich teilweise beim Posthalter oder Pfarrer der jeweiligen Heimatgemeinden über die Bewerberinnen. Die Eignung für die Arbeit in den Telefonzentralen wurde durch eine Aufnahmeprüfung getestet. Diese Prüfung umfasste ein Aufsatz in der Muttersprache, ein Diktat in einer Fremdsprache, die Übersetzung eines Textes in die Muttersprache, und allgemeine Fragen zur Geografie sowie Mathematikaufgaben.

    Die einjährige Lehrzeit beinhaltete einerseits einen praktischen Teil, wobei die Lehrtochter stundenweise unter Aufsicht einer erfahrenen Telefonistin in der Telefonzentrale arbeitete, und andererseits einen theoretischen Teil. Dieser umfasste das Auswendiglernen zahlreicher Dienstvorschriften und das Erweitern der geografischen Kenntnisse. Nach einem halben Jahr legte die Lehrtochter eine Zwischenprüfung ab. Am Ende der Lehrzeit musste sie eine Abschlussprüfung bestehen, bevor sie als Telefonistin arbeiten konnte. Die Direktion legte den Angestellten auch nach Ende ihrer Lehrzeit nahe, bei Gelegenheit eine weitere Sprache zu erlernen. Dies wurde gezielt gefördert, indem die Arbeitnehmerinnen unbezahlte Ferien nehmen konnten, um einen Sprachaufenthalt in England, Frankreich oder Italien zu absolvieren. Die Laufbahn der Telefonistinnen bot eher geringe Aufstiegschancen. Fleissige Arbeitnehmerinnen konnten zwar zu Aufsichtstelefonistinnen befördert werden, der Beamtinnenstatus wurde im Telefonvermittlungsdienst aber nicht vergeben.

    Arbeitsbedingungen

    Die Schichten der Telefonistinnen waren unregelmässig und umfassten Nachtdienst. Dazu reichten meist eine oder zwei Telefonistinnen aus, da der nächtliche Telefonverkehr deutlich geringer ausfiel, als derjenige während dem Tag. Die Arbeit beinhaltete nachts jedoch nicht nur jegliche Anrufe und Weckrufe, sondern auch sämtliche Notrufe. Somit trugen die Telefonistinnen während des Nachtdienst stets eine grosse Verantwortung. Die Schweizer Verwaltung erhöhte die Arbeitszeit zudem aufgrund der Zunahme des Telefonverkehrs während des Zweiten Weltkrieg ohne Lohnerhöhung von acht auf neun Stunden, später auf zehn Stunden. In den Schweizer Telefonzentralen gab es immer wieder Telefonistinnen, die den hohen physischen und psychischen Anforderungen auf Dauer nicht gerecht werden konnten.

    Die Telefonistinnen nahmen das unterste Ende der Lohnskala aller Angestellten der Telefon- und Telegrafenverwaltung ein. Da die Vergleiche zur männlichen Arbeitsleistung in dieser Berufsgattung fehlten, stiess die geringe Entlöhnung der Frauen im Vermittlungsdienst kaum auf Widerstand. Der Gehalt der Schweizer Telefonistinnen reichte um 1940 noch nicht aus, um eine ledige Frau zu versorgen. Die meisten Telefonistinnen wohnten aus diesem Grund noch bei den Eltern oder bei Verwandten. Die Arbeitnehmerinnen, die sich ein Zimmer in der Stadt mieten mussten, konnten sich dementsprechend nur knapp ernähren. Dennoch war die Arbeit in den Telefonzentralen für damalige Verhältnisse ein eher gut bezahlter Frauenberuf. Des Weiteren erhielten bereits die Lehrtöchter einen kleinen Lohn, was damals relativ ungewöhnlich war.

    Die Schweizer Telefonistinnen waren vorwiegend junge, unverheiratete Frauen. In der Regel wurden verheiratete Arbeitnehmerinnen nicht weiterbeschäftigt. Dies wurde bereits im Juni 1900 durch einen Bundesratsbeschluss festgelegt, der aber nur für die festangestellten Telefonistinnen verbindlich war. Als Reservetelefonistinnen, provisorische Gehilfinnen oder auch als Angestellte in kleinen, ländlichen Telefonzentralen - sogenannten Telefonzentralen III. Klasse - wurden nach wie vor verheiratete Telefonistinnen zugelassen. Falls die jeweilige festangestellte Telefonistin den Wunsch zur Weiterbeschäftigung äussern sollte und dies vom Departementschef gebilligt wurde, konnte sie als provisorische Gehilfin weiterbeschäftigt werden. Der bundesrätliche Entschluss wurde insbesondere mit den Mehrkosten begründet, die eine mögliche Schwangerschaft verursachen würde. Auch wurde argumentiert, dass mit der Einmischung des Ehegatten in dienstliche Angelegenheiten der Ehefrau gerechnet werden müsse, was dem Amtsgeheimnis widersprochen hätte. Die rapide Zunahme des inländischen Telefonverkehrs während des Zweiten Weltkrieg führte dazu, dass in den Zentralen mehr Telefonistinnen benötigt wurden. Aus diesem Grund stellte die Telefondirektion viele ehemalige, verheiratete Telefonistinnen wieder ein. Entsprechend der Rechtsgrundlage wurden sie jedoch nur provisorisch angestellt.

    Die Telefonistinnen hatten sich während ihrer Arbeitszeiten an klare Dienstvorschriften zu halten. Diese beinhalteten Vorgaben bezüglich des Umgangs und der Ausdrucksweise mit den Kunden. Die Telefonistinnen gebrauchten Formelsätze, um einen raschen Ablauf des Telefonats zu garantieren. Auf einen Anruf antworteten sie entsprechend ihrer Dienststelle mit “Schnelldienst!”, “Fernamt!”, oder dem Namen ihrer Zentrale. Die Verwendung des Wortes “Hallo” war untersagt. Die vom Abonnenten gewünschte Nummer wurde von der Telefonistin wiederholt, wobei sie am Ende die Stimme senkte. Bei Unklarheiten hob sie die Stimme nach der Nummer an, was die Frage verdeutlichen sollte. Konnte die Verbindung nicht hergestellt werden, teilte die Telefonistin dies mit: “Nr. X antwortet leider nicht.” mit, wobei sie Bedauern zeigen sollte. Bedauern hatte sie auch bei Beschwerden zu zeigen.

    Die wichtigste Dienstvorschrift war die Wahrung des Amtsgeheimnisses. Dies wurde bereits den Lehrtöchtern besonders nachdrücklich beigebracht. Es war ihnen strengstens verboten, Drittpersonen über getätigte Telefonate Auskunft zu geben. Das Mithören der Gespräche war ebenfalls untersagt, und die Telefonistinnen verpflichteten sich dazu, das Amtsgeheimnis auch nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit bei der PTT zu bewahren. Verletzungen desselben wurden mit Kündigung, in schweren Fällen mit Gefängnisaufenthalten bestraft. Dennoch mussten sich die Telefonistinnen gelegentlich zu den geführten Gesprächen dazuschalten, um beispielsweise das Ende des Telefonats oder die gesprochene Sprache zu kontrollieren. Dies führte dazu, dass die Angestellten gewisse vertrauliche Informationen unweigerlich zu hören bekamen und so beispielsweise für die Spionage von Interesse waren.


    Die Ermüdbarkeit der Telefonistinnen


    Die Ermüdbarkeit der Telefonistinnen. Interessante Untersuchungen.
    In: Neues Wiener Journal, Nr. 8989/1918 (XXVI. Jahrgang), 11. November 1918, Seite. 4


    Interessante Untersuchungen.

    Die Ermüdbarkeit der Telefonistinnen war der Gegenstand einer Experimentaluntersuchung von K. Dohmen, über welche die Umschau" jetzt folgendes berichtet:


    In einzelnen Städten (zum Beispiel Hamburg) ist mit dem Fernsprechamt ein sogenanntes Kontrollamt verbunden, das sich, ohne dass die diensttuende Beamtin dies bemerkt, in die Leitung einschalten und den
    ganzen Dienst (optische Signale. Worte des Ausrufers und Antworten der Beamtin) überwachen kann.

    Jede Beamtin wurde alle zwei Wochen einmal während je fünfzig von ihr ausgeführter Verbindungen beobachtet, wie in Technik und Industrie" 1918 (Seite 320) darüber berichtet wird. Dabei wird auch mit Hilfe einer Stoppuhr die
    Zeit, die die Beamtin zur Ausführung von je einer Verbindung gebraucht, festgestellt und in Kontrollbogen eingetragen; zugleich werden die vorgekommenen Fehler notiert.
    Die Fehler wiederum werden eingeteilt in solche, die offensichtlich auf Unkenntnis der Dienstvorschrift«, beziehungsweise Lässigkeit der Beamtin, zurückzuführen sind, und in solche, die aus körperlicher" oder geistiger Abspannung" beruhen.

    Die Dunstschichten der Beamtinnen dauern durchschnittlich sieben Stunden. Sie sind entweder ungeteilt (reine Vormittagsschicht oder reine Nachmittagsschicht mit je zwei halbstündigen Unterbrechungen) »oder geteilt, das
    heißt außer den halbstündigen Erholungspausen wird noch eine mehr oder weniger lange Mittagspause eingeschaltet.

    Die Untersuchung Dohmens:

    4.379 Kontrollbogen, 218.950 Ortsverbindungen mit 7.915 Abspannungsfehlern) suchte unter anderem festzustellen, ob die geteilte oder die ungeteilte Dienstschicht in Bezug auf das Vorkommen von Abspannungsfehlern günstiger sei. Dabei ergab sich zunächst als besonders ungünstig der Dienstbeginn um 7 Uhr und um 4:30 Uhr. Als besonders günstig dagegen erwies sich der Dienstbeginn um 9 Uhr. Die beiden erstgenannten Schichten wiesen» die größte, die letztere die geringste Zahl von Abspannungsfehlern auf.

    Der Vergleich zwischen geteilter und ungeteilter Schicht ergab, dass die Abspannung bei geteilter Schicht zu allen Tageszeiten Und in allen Dienststunden geringer ist. Der geteilte Dienst mit einer längeren Mittagspause, ist also für das Wohl befinden förderlicher, als die langen, durch größere Pausen .nicht unterbrochenen Dunstschichten.

    Eine Ausnahme von dieser Regel macht scheinbar nur die geteilte Schicht, die nach einer besonders langen Mittagspause um 7:30 Uhr wiederbeginnt.
    Die Erklärung für diese scheinbare Annahme, ist naheliegend: die Beamtinnen benutzen die lange Pause zu anderweitiger Betätigung und kommen bereits ermüdet zur Arbeit Die Zahl der Abspannungsfehler wird naturgemäß gegen das Ende jeder Schicht großer. Dieser Zunahme wird aber durch die Erfrischungspausen
    wesentlich entgegengewirkt. Die Zahl der Abspannungsfehler geht nach jeder Pause bedeutend zurück-, um bis zur nächsten wieder anzusteigen.
    Eine bekannte Eigenschaft der. allgemeinen Arbeitskurve findet ihren Ausdruck in der Tatsache, dass die Zahl der Fehler in der ersten halben Stunde nach Dienstbeginn größer ist als in der zweiten (Moment der Übung).


    Bilder: gemeinfrei Schutzfrist abgelaufen
    Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Handvermittlung Schweden Weitere Informationen verfuegbar Handvermittlung Schweden Weitere Informationen : Telephone Operators Weitere Informationen verfuegbar Telephone Operators
    Weitere Informationen : Telefon Operator Weitere Informationen verfuegbar Telefon Operator Weitere Informationen : Operator Weitere Informationen verfuegbar Operator

    Operator - Telefonist - Telefonistin  141 von 231eine Seite zurückeine Seite vor
    Homepage > Telefontechnik > Lexikon