 Die Sprechstellenschaltungen unterscheiden durch den OB und ZB Betrieb.
Zur Sprachübermittlung wurde in den Gründerjahren der Fernsprechtechnik der Bellsche Fernsprecher verwendet. Bei diesem Fernsprecher wurde nur ein Bauteil für das Sprechen und Hören verwendet. Es handelt sich dabei um das Prinzip eines heute bekannten Lautsprechers.
Beim Sprechen wurde durch die Membranbewegung eine Spannung induziert (Sprechwechselspannung), die über eine Leitung zur Gegenstelle übertragen wurde, dort wurde im Fernhörer durch die Spannung die Membran in Bewegen versetzt und die übertragene Sprache war wieder hörbar.
Eine Spannungsversorgung für den Fernsprecher wurde nicht benötigt. Diese Übertragungsart war sehr leise und konnte auch über keine größeren Entfernungen übertragen werden.
Durch die Erfindung des Kohlemikrofons wurde die Signalspannung wesentlich größer, daraus resultiert eine besser Verständigungsqualität und eine größere Reichweite.
Das Mikrofon benötigt jedoch eine Betriebsspannung. Es wurde beim Teilnehmer eine Batterie aufgestellt. Die Bezeichnung war Orts Batterie und die Abkürzung davon OB-Betrieb.
Beim OB-Betrieb befindet sich die Spannungsquelle (Batterie) zur Speisung des Mikrofons an Ort und Stelle beim Teilnehmer. In der Leitung zur Vermittlungsstelle fließt kein Gleichstrom, sondern nur der Wechselstrom der Sprache.
Nachteilig beim OB-Betrieb: Die Orts Batterie musste regelmäßig ausgewechselt werden, das ganze war sehr Wartungsintensiv.
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