Das rechte Bild zeigt einen Standard NTBA mit Innenansicht.
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Spannungen:
Der NTBA wird von der Vermittlungsstelle über die UK0-Schnittstelle nach dem Prinzip der Fernspeisung mit einer Speisespannung von circa 96 Volt versorgt, je nach Entfernung zur Vermittlungsstelle kann die Spannung auch auf 60 Volt begrenzt sein.
Durch Messung der Leerlaufspannung auf der Teilnehmeranschlussleitung kann geprüft werden, ob es sich um einen ISDN-Anschluss handelt. Im aktivierten Zustand der UK0-Schnittstelle sind dann circa 96 V messbar (in einigen Fällen, z. B. bei optischer Anschlussleitung, sind abweichend auch 48 bis 55 Volt möglich).
Analoge Anschlüsse werden im Gegensatz dazu nur mit einer Speisespannung von 60 V betrieben.
Die Speisung von bis zu vier an den S0-Bus angeschlossenen Geräten ohne eigene Stromversorgung erfolgt mit 40 Volt über das im NTBA enthaltene Netzteil (Leistungsabgabe max. 4,5 W, im Notbetrieb max. 0,4 W).
Notbetrieb:
Ist der NTBA nicht an das Stromnetz (230 Volt) angeschlossen, wird die S0-Speisespannung aus der UK0-Schnittstelle erzeugt. Dabei wechselt die Polarität der S0-Speisespannung.
Geräte ohne eigene Stromversorgung:
- Notspeiseberechtigte Telefone erkennen den Polaritätswechsel und arbeiten dann im (meist funktionsbeschränkten) Notbetrieb.
- Nicht notspeiseberechtigte Telefone funktionieren nicht mehr, können aber mit dem Bus verbunden bleiben.
- Geräte mit eigener Stromversorgung (z. B. Telefonanlagen, ISDN-Karten im PC, ISDN-Telefone mit eigenem Netzteil) können trotz Notbetriebes verwendet werden.
Beim ausschließlichen Betrieb solcher Geräte kann daher auf den Anschluss des NTBA an das Stromnetz verzichetet werden.
weiter Information zur Stromversorgung am ISDN Anschluss:
Um angeschlossene Geräte mit Strom versorgen zu können, erzeugt der an die Hausstromversorgung angeschlossene NTBA eine Speisespannung von 40 V. Diese wird über den S0-Bus zu den Endgeräten geleitet und darf mit maximal 4,5 W belastet werden.
Die Speisung erfolgt dabei durch das Einkoppeln in die Signaladern. Um die Sende- und Empfangselektronik nicht zu behindern, wird die Spannung zwischen den Adernpaaren für die Sende- und Empfangsrichtung aufgebaut. Innerhalb eines Adernpaares ist also keine Spannung messbar. Dieses Konzept wird auch als Fernspeisung bezeichnet. Bei Regelstromversorgung liegt der Pluspol der Speisung an den Pins 3 und 6 des NTBA, der Minuspol an den Pins 4 und 5.
Der Anschluss des NTBA an die 230-V-Versorgung ist nur dann notwendig, wenn direkt am NTBA oder an einem angeklemmten S0-Bus Endgeräte ohne eigene Stromversorgung (zum Beispiel ein ISDN-Telefon) angeschlossen werden sollen. Haben alle angeschlossenen Geräte eine eigene Stromversorgung (zum Beispiel ein schnurloses Telefon oder eine Telefonanlage), braucht der NTBA nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen zu werden, die Energie für seinen eigenen Betrieb erhält der NTBA immer von der Vermittlungsstelle über die Teilnehmeranschlussleitung. Letztere Installationsform spart Energie und kann sich positiv auf die Lebensdauer des NTBA auswirken, da das integrierte Netzteil dann nicht in Betrieb ist und weniger Wärme entsteht.
Notstromversorgung:
Damit auch bei Stromausfall im Haus noch ein Notruf zu Polizei oder Feuerwehr abgesetzt werden kann, können geeignete ISDN-Telefone auch unabhängig von der lokalen Stromversorgung von der Ortsvermittlungsstelle mit Strom versorgt werden (Notstrombetrieb).
Die Leistung, die der NTBA bei Stromausfall liefert, ist jedoch auf 0,4 Watt begrenzt. Bei Notstrombetrieb kann nur ein einziges (notspeisefähiges und -berechtigtes) ISDN-Telefon versorgt werden, obwohl mehrere notspeisefähige Geräte am S0-Bus angeschlossen sein können, die jedoch keine Notspeiseberechtigung haben (dürfen), da das die Notspeisung überlasten würde bzw. eine Schutzabschaltung eintritt.
Diese Option, den Notbetrieb bei einem Telefon zu aktivieren, ist in der Regel als mechanischer Schalter ausgeführt. Dadurch kann diese Einstellung auch im Fall eines bereits vorliegenden Notbetriebs noch geändert werden, da hier oft nur Grundfunktionen des ISDN-Telefons zur Verfügung stehen: Telefoniert werden kann ganz normal, aber apparateseitige Komfortmerkmale mit hohem Stromverbrauch, wie zum Beispiel Freisprechen und das Display, funktionieren im Notstrombetrieb in der Regel nicht.
Im Unterschied zur normalen Speisung wird die Notspeisespannung mit umgekehrter Polarität an die Leitungen des Busses angelegt. Dadurch erkennen ISDN-Endgeräte den Notstrombetrieb.
Nicht alle Telefontypen sind notspeisefähig. So brauchen beispielsweise die Basisstationen von Schnurlostelefonen auf jeden Fall eine lokale Spannungsversorgung, die bei Netzausfall z. B. aus einer USV erfolgen kann.
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