 Auf die Dauer konnten die Apparate mit dem Bell Hörer den Anforderungen nicht mehr genügen, und. man suchte nach neuen Möglichkeiten um weitere Entfernung überbrücken zu können. Bei den Fernhörern nach Bell konnte eine Verständigung über 75 km praktisch nicht mehr möglich.
Interessanterweise griff man wieder auf das Vorbild nach Philipp Reis zurück. Er verwendete einen Geber in Verbindung mit einer Batterie.
Das inspirierte den Erfinder David Edward Hughes im Jahr 1878. Er erfand das Kohlemikrofon.
Hughes benutzte bei seiner Mikrophonkonstruktion den veränderlichen Übergangswiderstand zwischen zwei sich berührenden Leitern, so ähnlich wie es der Erfinder Reis mittels seiner Platinkontaktfedern durchgeführt. Als Kontaktmaterial verwendete Hughes Kohle, weil diese bei geringer Berührung einen höheren Übergangswiderstand als wie Metall besitzt.
Auf einem dünnen Brett aus Holz (Siehe Bild rechts) befestigte Hughes zwei mit Vertiefungen versehene Kohlestücke als Elektroden KS1 und KS2 Zwischen diesen beiden Kohlestücken brachte er ein drittes Kohlestück KS3, das mit angespitzten Enden in die Vertiefungen der anderen beiden Kohlestückchen eingriff. Diese hatten aber nur lose Berührung.
Die beiden Elektroden KS1 und KS2 wurden über eine Batterie einem Fernhörer (Empfänger) verbunden. Wenn man gegen das Holzbrettchen gesprochen hatte, so erzeugte dieses durch die aufgenommenen Schwingungen verschieden starke Druckkräfte an den Berührungsstellen der beiden Kohle Elektroden. Das verursachte eine Änderung des Übergangswiderstandes. Der Strom veränderte sich durch den wechselnden Widerstand nach dem Ohmschen Gesetzt.
Im Fernhörer wurden diese die Schwingungen des Stromes wieder in Schallwellen umgewandelt. Die erzeugten (Amplituden) waren höher als der reine Induktionsstrom von einem Bellschen Apparat. Ab diesen Zeitpunkt war es Möglich eine längere Strecke zu überbrücken.
Das mit Strom gespeiste Mikrophon von Hughes hatte eine Verstärkerwirkung.
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