Die Anforderungen an ein Mikrophon, Telefon Gespräche ohne Verzerrungen und Nebengeräusche zu übertragen, führten zu eine ständigen Weiterentwicklung. Bis in die 70er Jahre wurden fast nur Kohlekörner Mikrophone verwendet.
Die Größe der Mikrophonkapsel war genormt und konnte deshalb sehr leicht ausgetauscht werden.
Im Inneren befanden Kohlekörner, welche von einer Membran je nach Sprechlautstärke mehr oder weniger im Rhythmus zusammengedrückt wurden. Dadurch änderte sich der Widerstand des Mikrophons, was zu Stromänderungen führte. Dieser dabei entstehende Sprechwechselstrom entsprach dem Abbild der gesprochenen Worte. Die Sprache ist so elektrische Signale gewandelt worden.
Die Kohlekörner unterliegen einem Verschleiß. Je älter die Mikrofonkapsel war, desto leiser wurde sie und Störgeräusche wie Rauschen und Knistern nahmen zu. Meist hielt das Mikrofon nur etwa 5 Jahre. Aus diesem Grund ist das Baujahr aufgestempelt.
In neueren Mikrophonen wurde in der gleichen Kapsel ein elektromagnetisches oder Piezo- Mikrophon mit einem elektronischen Verstärkter eingebaut.
Die Mikrofone waren dann fast Verschleiß frei und hatten eine wesentlich besser Übertragungseigenschaft.
Ein Piezoelement wandelte den Schall in eine Sprechwechselspannung und der eingebaute Verstärker verstärkte das Signal auf einen Pegel wie bei einem Kohlekörner Mikrophon. Der Verstärker gewann seine Energie aus dem Speisestrom des Mikrophons. Der Speistrom beim einen Kohlekörner Mikrophon liegt bei max. 50 mA. Die dieses neuartige Mikron hatten dann die alten Fernsprecher eine Sprachqualität wie heutige Telefone.
Das Bild zeigt eine moderne Mikrofonkapsel mit eingebautem Verstärker.