Nach Ablauf der Stromstoßreihe wird durch den Steuerarm ein Stift in dieser Lochscheibe verschoben und zur anderen Seite durchgedrückt. Die nächste Stromstoßreihe schaltet den Arm wieder schrittweise weiter, -und nach Ablauf der Reihe drückt der Steuerarm wieder den entsprechenden Stift durch. In dieser Weise kann eine Stromstoßreihe nach der anderen gespeichert werden. Die Zahl der Stromstöße je Reihe ist stets zwischen den durchgedrückten Stiften aufgespeichert.
Ist die erste Stromstoßreihe aufgespeichert, so beginnt ein Stromstoßgeber 'in der Art der Nummernschalter Stromslöße in die weiterführende Leitung zu geben und schaltet dabei einen Prüfarm schrittweise über die Stifte, aber auf der anderen Seite der Lochscheibe so lange weiter, bis der Prüfarm an einen durchgedrückten Stift anschlägt und damit die abgegebene Stromstoßreihe beendet.
Nach einer gewissen, fest bestimmten Pause, z. B. 500 ms, wird der Stift durch den Prüfarm in der Scheibe in seine gewöhnliche Stellung zurückgedrückt, worauf der Sender wieder anläuft und Stromstöße so lange in die Leitung gibt, bis der Prüfarm wieder gegen den nächsten durchgedrückten Stift anstößt.
Nach einer Pause wird der Stift wieder zurückgedrückt, der Sender läuft wieder an, und so fort, bis der letzte durchgedrückte Stift erreicht ist. Der Steuerarm läuft also stets nur auf einer Seite der Lochscheibe und speichert, der Prüfarm läuft stets auf der anderen Seite der Lochscheibe nach und speichert die Stromstöße wieder aus.
Es sind 50 Stifte vorgesehen, so dass 50 Stromstöße in einer beliebigen Zusammensetzung von Stromstoßzahl und Stromstoßreihen aufgenommen werden können. Da aber Stromstöße schon wieder abgegeben werden, nachdem die erste Stromstoßreihe aufgenommen ist, können viel mehr als 50 Stromstöße verarbeitet werden. Nur wenn der Ablauf der Stromstoßreihen viel langsamer erfolgt als ihr Eintreffen, kommt die große Reserve in den 50 Stiften zur Anwendung.
Durch die einlaufenden Stromstöße wird, wie schon erwähnt, ein Elektromagnet schrittweise erregt, der den Steuerarm über die Stifte bewegt und dabei eine Antriebsfeder spannt, die den Ablauf des Gebers regelt, wobei die Feder wieder entspannt wird. Je mehr Stromstöße gespeichert sind, desto größer ist die Vorspannung der Feder, desto mehr Stromstöße können auch wieder abgegeben werden. Die Zahl der aufgenommenen Stromstöße entspricht genau der Vorspannung der Feder und der Zahl der abgegebenen, unterteilt in die entsprechenden Stromstoßreihen.
Bei dem mechanischen Entzerrer kann der Ablauf der Stromstoßreihen noch abhängig gemacht werden von der Wahlbereitschaft der angeschlossenen Wähler.
Der mechanische Stromstoßentzerrer erfordert zwar mehr Mittel als irgendein elektrischer Entzerrer, er erfüllt aber auch mehr Aufgaben als dieser: denn er stellt das ursprüngliche Stromstoßverhältnis wieder her, stellt die Ablaufzeiten richtig und regelt die Pausenzeit zwischen den Stromstoßreihen auf einen bestimmten Wert ein.
Aus wirtschaftlichen Gründen wird man einfache elektrische Entzerrer überall da verwenden, wo die zu erfüllenden Bedingungen einfach sind und wo große Toleranzen in der Stromstoßgabe zugelassen werden können, und mechanische Entzerrer in all den Fällen, wo verwickelte Bedingungen vorliegen und wo enge Toleranzen in der Stromstoßgabe der Wählersysteme einzuhalten sind.
Alte Arten der Stromstoßentzerrer finden in der Praxis Verwendung und haben sich bewährt. Die Ausbreitung der einfachen elektrischen Entzerrer ist aber wegen ihrer Wirtschaftlichkeit bei weitem größer als diejenige der mechanischen Entzerrer.
Eine neuere Form dieses Bauteils ist der Impulswiederholer.