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    Kurzwellenzentrum Jülich
    Der letzte Mast der Sendeanlage im Oktober 2010

    Das Kurzwellenzentrum Jülich war ein Standort mehrerer Sendeanlagen in den Bereichen Kurzwelle und Mittelwelle zwischen Jülich und Mersch.

    Das rechte Bild zeigt den letzten Masten der Sendeanlage im Oktober 2010

    • Im Jahre 1956 errichtete der Westdeutsche Rundfunk auf der Merscher Höhe den ersten Kurzwellensender. In den Folgejahren wurde diese Anlage stark ausgebaut.


    • Am 1. September 1961 wurde sie im Zuge der Gründung der Deutschen Welle an die damalige Deutsche Bundespost übergeben. Im Laufe der Zeit wurden zehn Sender mit Leistungen von 100 Kilowatt installiert, wobei als Sendeantennen riesige Dipolwände zwischen freistehenden Stahlfachwerktürmen mit bis zu 103 Meter Höhe gespannt wurden. Zeitweise wurden diese Sender an ausländische Anbieter vermietet.


    • In den 1990er Jahren wurde auf dem Areal des Kurzwellenzentrums Jülich auch eine Sendeanlage für Mittelwelle installiert, bestehend aus an einer an einem Turm der Sendestation abgespannten Langdrahtantenne. Sie sollte zur Verbreitung des Programms von Radio Viva auf 702 Kilohertz genutzt werden, allerdings wurde diese Anlage nie für die reguläre Ausstrahlung des Programms von Radio Viva benutzt.

    • Von Dezember 2004 bis zu seiner Einstellung Mitte Mai 2008 sendete der kommerzielle deutsche Rundfunksender Truckradio über diese Anlage sein Programm auf 702 Kilohertz aus.

    • 2006 erwarb der britische Multimillionär Bob Edmiston aus West Bromwich die gesamte Sendeanlage. Der Autohändler und Gründer des Missionswerks Christian Vision gilt als Kreationist und hatte u. a. sechs Jahre zuvor eine Sendeanlage im australischen Darwin gekauft.


    •  Zum 1. Januar 2008 wurde die Sendeanlage von T-Systems an die religiöse Sendeanstalt CVC/Christian Vision übergeben. Nachdem der Sendebetrieb am 24. Oktober 2009 eingestellt wurde, soll dort ein Freizeitgelände mit Campingplatz und Hotels entstehen. Eigentümer ist jetzt eine Firma aus dem Ruhrgebiet.

    • Am 21. September 2010 wurden 32 der 34 Sendemasten abgerissen. Zuerst war geplant gewesen, zwei der Masten als Denkmal zu erhalten, diese wurden jedoch am 8. November 2010 ebenfalls abgerissen, da ihre Erhaltung zu kostspielig gewesen wäre.


    Dipolwände der Sendeanlage 2009

    Das obige Bild zeigt die Dipolwände der Sendeanlage im Jahr 2009

    Basisdaten
    Ort: Jülich
    Land: Nordrhein-Westfalen
    Staat: Deutschland
    Höhenlage: 106 m ü. NHN
    Verwendung: Rundfunksender
    Abriss: 2010
    Daten der Sendeanlage
    Anzahl der Türme/Masten: 34
    Bauzeit der Sendeanlage: 1956
    Betriebszeit der Sendeanlage: 1956–2009
    Wellenbereiche: MW-Sender
    KW-Sender
    Rundfunk: MW-Rundfunk
    KW-Rundfunk


    Bild:
    CC-BY-SA 4.0 File: Rundfunksendeanstalt_Juelich_1_800_497.jpg Autor: © Raimond Spekking
    CC-BY-SA 4.0 File: Mast_Deutsche_Welle_Juelich_320_240.JPG Autor: KlausMiniwolf


    Zeitraum  1956–2009

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