Der Kurbelinduktor ist ein elektrischer Wechselstromgenerator.
Die Betätigung erfolgt durch das Drehen an einer Kurbel. Dabei wird im Inneren des Kurbelinduktors über ein einfaches Getriebe ein Eisenanker durch das Magnetfeld eines Hufeisens Magnet gedreht. Auf dem Anker ist aus isoliertem Kupferlackdraht eine Wicklung mit ca. 5000 Windungen aufgebracht.
Es wird eine Wechselspannung bis zu circa 25 Hz und einer Spannung bis zu 150 V erzeugt. Anwendung finden Kurbelinduktoren in der Fernmeldetechnik.
Ein Kurbelinduktor wird bei alten Telefonapparaten im Ortsbatteriebetrieb (OB) zur Erzeugung der Rufwechselspannung verwendet. Diese Wechselspannung lässt an der Vermittlung eine optische Anzeige (Schauzeichen oder Fallklappe an einem Klappenschrank, Glühlampenschrank ) und zusätzlich einen Wecker ansprechen.
Der Kurbelinduktor wird nur für den Ruf verwendet, die Spannungsversorgung des eigentlichen Telefons (Mikrofonspeisung) erfolgt durch eine kleine Batterie in der nähe des Telefons. Daher kommt der Ausdruck „Ortsbatterie“.
Telefone mit dieser Technik wurden bei den Streckenposten der Deutschen Bahn bis zum Ende des 20. Jahrhunderts verwendet. Bei Militär werden Kurbelinduktoren weiterhin in einfachen Feldtelefonen eingesetzt.
Ein weiterer Anwendungsbereich des Kurbelinduktors außerhalb der Telefontechnik ist die Erzeugung der hohen Prüfspannung (bis zu 1000 V) in einem Isolationsmessgerät.