Eine besondere Art von Spannungssicherungen waren die Frittiersicherungen. Sie dienten dem Gehörschutz der Vermittlungsbeamtinen gegen zu lauten Knack- und Störungsgeräusche. Diese konnten bei Gewitter oder auch durch die Beinflussung durch Hochspannungsanlagen entstehen.
Die Gefahr bestand dadurch, das sich in dem Sprechstromkreis, besonders bei Fernleitungen sich ein plötzlicher Spannungsausgleich durch starke Knack- und Knallgeräusche erzeugt wurden. Es konnten dadurch Schreckwirkungen und bei empfindlichen Personen auch Gesundheitsstörungen auftreten.
Bei der Frittiersicherung machte man sich Eigenschaft zunutze, das hochglänzend poliert Metallkörper auf den Oberflachen ein dünne Luftschicht binden, die bei einer losen Berührung mit nur geringem Druck als Isolator wirkt.
Bei einem Anstieg der Spannung auf mehr als 2 Volt, wurde die isolierende Schickt durchschlagen und die beiden Metallteile wurden zueinander leitfähig.
Es entsteht dadurch eine bleibende elektrische Verbindungen zwischen den Metallteilen, die jedoch durch eine geringe Erschütterung sofort wieder aufgehoben wird und die Isolation ist wieder vorhanden.
Schaltet man eine einzelne, oder mehrere solcher losen Kontakte parallel zum Fernhörer, so wird dieser beim auftreten von höheren Spannung überbrückt.
Die Störspannung wird dadurch von Fernhörer ferngehalten.
Die ersten Frittiersicherungen sind in Deutschland bei der bayerischen Telegraphenverwaltung entwickelt und eingesetzt worden. Es wurde in der Anfangszeit aus der Funk Telegraphie gebräuchlichen Frittierröhren verwendet.
Es wurden aber bald darauf die sogenannten Kugelfritter verwendet. Diese waren einzeln auf jedem Fernplatz aufgestellt.