 Bild zeigt einen MP-Kondensator mit einer Kapazität von 1 uF und 250 Volt Nennspannung.
Ein Kondensator besteht immer aus zwei leitenden Platten oder Schichten die als Elektroden bezeichnet werden. Die beiden Elektroden stehen sich gegenüber und dazwischen sind sie durch einen Nichtleiter (Dielektrikum) voneinander isoliert.
Für den Wechselstrom stell der Kondensator einen Kapazitiven Widerstand dar, der um so kleiner wird, je höher die Kapazität des Kondensators ist.
Mit dem Ohmschen Widerstand wird der Isolationswiderstand des Kondensators bezeichnet. Ein Idealer Kondensator hätte einen unendlich hohen Isolationswiderstand.
Es werden unterschiedliche Arten von Kondensatoren verwendet
- Die P-Kondensatoren haben als Elektroden eine Metallfolie z. B. Aluminium und als Isolator wird paraffiniertes Papier (Dielektrikum) verwendet. Die Metallfolie mit dem Dielektrikum wird einfach aufgewickelt. Neuere Kondensatoren verwenden anstelle des Papiers Kunststofffolien (Styroflex Kondensator)
- Die MP- Kondensatoren (Metallpapier) verwenden als Elektroden getränktes Papier, auf der einen Papierseite ist eine dünne Metallschicht aufgedampft. Zwei Bänder dieses Papiers sind so aufgewickelt, das sich die beiden Metallbeläge nur noch durch die Dünne Papierlage getrennte sind. Trotz der einfachen Papierzwischenschicht verursacht ein Durchschlag keinen ständigen Kurzschluss der Metallbeläge, wie das bei P-Kondensatoren der Fall ist. An der Durchschlagstelle brennt der dünne Metallfilm aus ohne das Papier viel zu beschädigen und der Kurzschluss ist wieder weg. Es bleibt ein geringer Kapazitätsschwund
- El-Kondensatoren haben als Isolator (Dielektrikum) eine dünne Oxydschicht die durch Elektrolyse auf der Elektrode aus Aluminium niedergeschlagen ist. Sie werden als gepolte und ungepolte Versionen hergestellt. Der Nachteil ist das der Kapazitätswert absinkt, wenn der Kondensator nicht ständig an Spannung ist.
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 Das Bild das das Schaltzeichen eines Kondensators.
In den Schaltungen der Wähltechnik am häufigsten verwendete Kondensatoren sind P Kondensatoren mit Werten von 0,1 uF bis 4 uF und einer Toleranz von +/- 10%
P-Kondensatoren mit mehr als 4 uF finden wegen des Platzbedarfs keine Verwendung.
Die MP-Kondensatoren benötigen auf Grund Ihrer Bauform nur etwas ein viertel Platz wie ein vergleichbar P-Kondensator bei gleicher Nennspannung und Kapazität. Sie sind in der Wähltechnik mit Werten von 0,1 uF bis 50 uF im Einsatz. Sie sind aber wesentlich teurer als P-Kondensatoren und werden nur dann verwendet wenn aus Platzgründen kein P-Kondensator eingesetzt werden kann.
Sind höhere Toleranzen zugelassen, so können auch EL-Kondensatoren eingesetzt werden. Sie werden ab einen Wert von 50 uF und mehr eingesetzt. Die Toleranz beträt + 30% / -20%. Es werden in der Wähltechnik nur gepolte Kondensatoren eingesetzt. Bei den ungepolten Kondensatoren dieser Bauform ist die Nennspannung zu gering.
Einheit:
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Die elektrische Kapazität wird in der abgeleiteten SI-Einheit Farad gemessen. Ein Farad (1 F) ist die Kapazität eines Kondensators, der beim Anlegen einer Spannung von 1 Volt eine Ladungsmenge von 1 Coulomb (As) speichert. Die SI-Einheit Farad, genannt zu Ehren des englischen Physikers und Chemikers Michael Faraday, hat sich heutzutage international überall durchgesetzt.
Veraltete Einheit:
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Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Kapazität von Kondensatoren allerdings häufig mit der Kapazitätseinheit cm beschriftet. Diese ist keine Längenangabe, sondern rührt daher, dass die Kapazität im heute praktisch kaum noch gebrauchten elektrostatischen CGS-Einheitensystem in der Längendimension ausgedrückt wird.
Beispiel: Ein Kondensator aus dem Jahr 1950 mit einer Kapazität laut Aufdruck von „5000 cm“ bei einer Prüfspannung von „2000 V“. Dies wäre eine Kapazität von ca. 5,6 nF im heute üblichen SI-Einheitensystem. Eine Kapazität von 1 cm im CGS-Einheitensystem entspricht 1,1 pF im SI-Einheitensystem.
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