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Die Kompressoranlage dient zur Aufbereitung der Druckluft zum Zwecke der Überwachung der Fernmeldekabel. Je nach der Größe des zu überwachenden Kabelnetzes stehen 3 Typen von Kompressoranlagen zur Verfügung. Im Allgemeinen werden die Typen mit einer Ansaugleistung von 120 l/min und 170 l/min eingebaut. Die großen Kompressoranlagen mit 330 l/min sind nur für Sonderfälle vorgesehen.
Größen und Abmessungen der Kompressoranlagen:
Die Größen und Abmessungen der Kompressoranlagen sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
Die Kompressoranlage ist von einem Drahtgitterschrank umgeben. Vor diesem muss mindestens soviel Platz vorhanden sein, dass die Türen des Drahtgitterschrankes für die Prüf- und Wartungsarbeiten geöffnet werden können.
Tabelle 1: Größen und Abmessungen der Kompressoranlagen
Anzahl ankommender Kabel |
Asaug- leistung l/h |
Ansaug_ leistung l/Min |
Luftkessl Grösse in l |
Maximale Luftmenge zu den Kabeln l/h |
Abmessungen in mm H x B x T |
| 1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
| bis 10 Kabel |
7200 |
120 |
150 |
3600 |
H: 2050 B: 1800 T: 800 |
| bis 50 Kabel |
10200 |
170 |
250 |
5100 |
H: 2050 B: 1800 T: 800 |
| bis 100 Kabel |
19800 |
330 |
350 |
9900 |
H: 2200 B: 2300 T: 1000 |
Maximale Lieferung von Trockenluft
Die maximale Lieferung der Trockenluft ergibt sich auf Grund des Wirkungsgrades des Kompressors. Dieser beträgt 0,5 und gilt nur unter der Voraussetzung, dass sich ein Dauerlauf nicht einstellt. Bei größeren Entnahmen muss in der Endstufe der Druckminderer nachgeregelt werden. Der Kompressor geht dann zum Dauerlauf über. In diesem Falle kann eine größere Luftmenge zu den Kabeln geliefert werden. Diese Luftmenge ist dann etwa um 30 bis 40 Prozent größer als die in der Tabelle 1 in Spalte 5 angegebene Luftmenge. Der Fall des Dauerlaufes sollte wenn möglich nicht eintreten, weil hierdurch bedingt ein großer Verschleiß des Kompressoraggregats verbunden ist, und weil durch solche Überbeanspruchungen die in die Kabel einströmende Luft hinsichtlich der Konstanz beeinflusst wird. Die in der Tabelle angegebenen Effektiv Werte für die Luftlieferung (Spalte 2) sind daher für die Planung von Druckluftüberwachungsanlagen zu Grunde zu legen.
Art und Aufbereitung der Druckluft
Die bei der Deutschen Bundespost eingesetzten Druckluftüberwachungsanlagen werden von der Firma Peter Lancier hergestellt, geliefert und eingebaut. Dass von der Firma Peter Lancier verwendete System für die Aufbereitung der Druckluft ist bestimmt durch die Art der Trocknung der komprimierten Luft. Die Trocknung der Luft wird bei diesen Anlagen durch Abkühlung und im Wesentlichen durch den Einsatz von Wasser absorbierender Stoffen erreicht. Das Weis-Gel ist in besonderen Behältern, den Trockenmittelbehältern, untergebracht. Im Gegensatz hierzu wäre das Austrocknen der Luft durch gefrieren, das heißt durch Abkühlung unter den Taupunkt, möglich. Dieses Verfahren ist jedoch nur mit teuren Spezialkompressoren auszuführen, die darüber hinaus einem erhöhten Verschleiß unterliegen. Es ist daher bei der Deutschen Bundespost das einfachere Verfahren und, wie wir in der Praxis feststellen können, das robustere Verfahren eingeführt worden. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass hinsichtlich der Trocknung der Luft und der arbeitsaufwendigen Bauweise die z. Z. eingesetzten Druckluftüberwachungsanlagen nicht mehr den neuzeitlichen Anforderungen entsprechen.
Neuentwicklung:
Wegen der zwei großen Gel-Behälter und wegen der damit verbundenen sehr kostenaufwendigen Gel-Regenerierung, bzw. wegen des Gel-Austausches nach 4500 Betriebsstunden, ist von der Firma Peter Lancier eine technisch einwandfreiere Bauart der Kompressoranlage nach dem Rücktrocknungsprinzip entwickelt worden.
Dabei erfolgt nach jedem Kompressorlauf die Trocknung selbsttätig während der Stillstandszeit. Diese Anlagen sind auf Grund des Rücktrocknungssystems kleiner als die bisher im Einsatz befindlichen Druckluftüberwachungsanlagen.
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