Das Knotenregister (KRg) ist eine umfangreiche Einheit und besteht aus circa 135 Relais. Es wird nur während des Aufbaus einer Verbindung benötigt.
Die Aufgaben und Funktionen des KRg:
- Einspeichern von allen gewählten Ziffern des rufenden Teilnehmers
- Kennzifferspeicher der ersten 3 bis 4 stellen durch Relais
- Rufnummernspeicher für die folgenden maximal 10 Stellen mit Bandringspeicher
- Auswertung des Münzerkennzeichens für ältere Münzfernsprecher
- Übergabe der Kennziffern und des Ursprungs an den zentralen Umwerter
- Aufnahme und Verarbeitung der Umwerter Ausgabe
- Steuerung des ersten und zweiten Richtungswählers über einen Einstellsatz
- Bei Bedarf Überlauf auf den Kennzahlweg oder Ableiten in den eigenen Bereich
- Senden der Kennzahlen Wählziffern nach Bedarf
- Senden der Zoneninformation an den Zoneneinstellwähler im ZIG
- Aufnahme des Abrufzeichens wenn ein weiteres Register folgt
- Blockadefreischaltung durch Besetzt, Gassenbesetzt oder Zeitabschaltung
Die gesamte Steuerung wird durch die gängigen Relais ausgeführt (Flachrelais und Rundrelais). In dem Blockschaltbild sind bei den einzelnen Funktionsblöcken die wichtigsten Relais mit der Bezeichnung aufgeführt.
Vor der Einführung des Nahdienstes wurde die Verzonung nur auf der Ebene von KVSt zu KVSt durchgeführt. Der Speicher für die Kennziffern war nur für die ersten drei Kennziffern (Z, H, K) ausgelegt. Für die erste Ziffer wenn diese mit einer 1 angefangen hat, so wurde diese Information in einem zusätzlichen Relais ZA abgespeichert.
Diese Speicherung war ein zusätzliche Vorleistung für den Fall das es mehr als 8 Zentral Vermittlungsstellen geben sollte und die mit den Nummern 12 bis 19 belegt werden könnten. Es wurde dadurch auch eine Möglichkeit eingeführt um die Sonderdienste in der Form 011xx auf 4 Stellen auszuwerten.
Durch die Einführung des Nahdienstes im Jahre 1980 mussten für Entfernung bis 50 km eine Fein Verzonung von EVSt zu EVSt durchgeführt werden. Es musste ab diesem Zeitpunkt eine Möglichkeit geschaffen werden, die Ortsnetzkennzahl vollständig auch mit der vierten Ziffer, der E-Ziffer auszuwerten.
In einigen Grenzfällen sind dabei bis zu drei Z-Bereiche betroffen.
Der Kennziffernspeicher wurde aus diesem Grund um drei zusätzliche Relais (ZE, ZB, ZC) erweitert. Diese zusätzlichen Relais speichern die erste Ziffer (Z-Ziffer) ab. Die folgenden 3 Ziffern werden dadurch im folgenden Speicher um einen Reihe nach links verschoben eingespeichert. Es konnten dadurch jetzt die Kennzahlen mit 4 Stellen abgespeichert werden. Die Zuordnung der 4-stelligen Ziffern für die auswertbaren ZVSt Bereiche sind rangierbar.
Die gesamte Rufnummer des Teilnehmers und die vorangegangen E-Ziffer wird unabhängig von anderen Bearbeitungen in den Rufnummernspeicher aufgenommen. Die Einspeicherung erfolgt durch den Einspeicherordner. Der Rufnummernspeicher kann maximal 10 Ziffern abspeichern. Die Ziffern sind mit dem dekadischen Wert von 1 bis 10 kodiert und werden in multistabilen Bandringkernen gespeichert. Bei diesem Speicher ist genauso wie beim Impulswiderholen ein gleichzeitiges Ein- und Ausspeichern möglich.
Die Kennzahlen werden an den Umwerter gegeben und das Ergebnis wird zu den Ergebnis Relais im KRg weitergeben.
Aussagen des Umwerters:
- Zonenaussage zum Einstellen des Zoneneinstellwählers (ZE)
- Leitwegaussage zum Einstellen des 1. RW und gegebenenfalls des 2. RW
Zusätzliche Sonderausagen des Umwerters:
- Stellenzahl, ab welche Stelle die Kennzahlen noch auszuspeichern ist.
Das wird durch die Relais N0 bis N4 dargestellt. - Überlauf auf den Kennzahlweg zulässig durch das Relais KW
- Verbindung Auslösen durch das Relais LK
- Schnellausspeichern der Kennzahlen wenn ein weiteres Register folgt durch das Relais YH
- Warten auf das 2. Abrufzeichen (durch das Relais AR)
Das Register KRg prüft dann die Zonenausgabe auf Vollständigkeit. Nur im GUT Falle erfolgt die weitere Verarbeitung durch das Register. Es wird der 1. RW (Richtungswähler) und bei der Bedarf der 2. RW über den angeforderten Einstellsatz eingestellt. Das Register schaltet sich nach dieser Einstellung vom ZIG ab.
Das Register überwacht auch, ob der Teilnehmer eine Wählpause von mehr als (7,5-15s) macht, und löst die Verbindung bei einer Überschreitung aus und legt das Besetztzeichen an.
Münzfernsprecher:
Die älteren Münzfernsprecher Münz FW 56 und Münz FW 63 benötigten zum kassieren der 10 Pf Stücke einen drei mal schnelleren Zeittakt. Der Münzfernsprecher sendet deshalb zwischen der zweiten und dritten Ziffer einen kurzen Münzernachimpuls. Die Auswertung des Münzernachimpulses geschieht durch das Relais M. Es steuert die drei DK Relais an und legt dadurch bei der Verzonung den Münzertakt an. Die neueren Münzfernsprecher Münz FW 57, 20 und 21 benötigen keine speziellen Münzertakt mehr. Die Impulse werden in den neueren Münzfernsprechern intern umgerechnet.