Sie dienen zum Sperren von Wechselströmen, insbesondere der Sprechströme beim Telefon.
Die Rollen setzen durch ihre Selbstinduktion den Wechselströmen mit einer hoher Periodenzahl einen hohen scheinbaren Widerstand entgegen (Scheinwiderstand).
Die Scheinwiderstand verhindert das fliesen des Wechselstromes.
Die im Fernsprechbetrieb häufig verwendete Induktanzrolle (rechtes Bild Fig. 38) besteht aus einer Holzspule, die mit seinem isolierten Kupferdraht umwickelt ist, dessen Enden an zwei auf dem Grundbrett angebrachten Klemmen A1 E2 liegen.
Der Hohlraum der Holzspule ist mit einem Bündel von dünnen lackierten Eisendrähten umwickelt, die den Kern bilden und in ihrer Verlängerung nach außen die Rolle von beiden Seiten mantelförmig umschließen.
Der Widerstand der Rollen beträgt 500 bis 1000 Ohm. Bei den Rollen mit 1000 Ohm sind die Windungen in der Mitte durch einen Anschluss nach außen geführt und an zwei weitere Klemmen E1 und A2 angeschlossen, die durch die Messingschiene v miteinander verbunden sind.
Durch das Auftrennen der Messingschiene erhält man zwei Induktanzrollen von jeweils 500 Ohm Widerstand.
Die neuere Bezeichnung dafür lautet: Drossel.
Ältere Bezeichnungen: Gegenstromrolle, Graduator