Die Ablaufsteuerung übernimmt eine Relais Steuerung (Relaissatz), die jedem Hebdrehwähler fest zugeordnet ist. Nach dem Ende einer Verbindung, wird der Auslösemagnet betätigt, die Schaltarme drehen sich nach links und fallen dann nach unten in die Ausgangsstellung zurück.
Je nach dem, an welcher Stelle des Kopplungs-Systems einer Vermittlungsstelle der Hebdrehwähler eingesetzt wurde, unterschied man zwischen 1. Gruppenwähler, 2. Gruppenwähler und dem Leitungswähler. Die Gruppenwähler verarbeiteten eine Ziffer von der Nummer und gehen dann in freier Wahl auf die Suche zu einer freien folgenden Wahlstufe. Die Leitungswähler verarbeiten die letzten zwei Ziffern der Zielrufnummer.
Beim Gruppenwähler entsprach der Höhenschritt einer Rufnummernziffer, sie wurde mit direkter, erzwungener Wahl gewählt. Die darauffolgenden Drehschritte hingegen erfolgten in freier Wahl, hierbei wurde der Drehvorgang beendet, wenn ein unbelegter Wähler der nächsten Stufe gefunden wurde. Beim Leitungswähler wurden sowohl die hebende als auch die drehende Bewegung in erzwungener Wahl durchgeführt. Er war der letzte Wähler im Verbindungsaufbau und hatte dementsprechend weitere Funktionen, wie Rufspannung anlegen, Freizeichen senden, ggf. Gebührenzählung einleiten und noch mehr.
Bei der Drehbewegung schliffen die Kontakte des Hebdrehwählers an den Kontakten des Kontaktbankvielfaches und wurden dadurch stark beansprucht. Es wurde eine Bronzelegierung als Material für die Kontaktflächen verwendet, da die Schaltarme der Wähler viel einfacher erneuert werden konnten, als die starr montierten Vielfachkontakte. Die Kontaktflächen mussten in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.