 Guttapercha ist der eingetrocknete Milchsaft des im malaiischen Raum heimischen Guttaperchabaumes.
Guttapercha steht chemisch dem Kautschuk nahe. Bei Raumtemperatur ist es härter und nicht so elastisch, wird aber bei ca. 50 °C weich und knetbar.
Wegen seiner guten Isoliereigenschaften wurde das Guttapercha ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur Isolierung von Kabeln verwendet.
Materialversuche im Jahre 1846 und die Erfindung der Extrusionspresse (Guttapercha-Presse) durch Werner von Siemens führten im Jahr 1847 zur Gründung der Telegrafenbauanstalt Siemens & Halske. Durch solche Kabel wurde die interkontinentale Telegrafie durch Verlegung von Seekabeln erst ermöglicht.
Als Isolationsmaterial von elektrischen Kabeln wurde Guttapercha inzwischen vollständig durch andere und verschiedene Arten von Kunststoffen abgelöst.
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