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Geschichtliche Ereignisse des Fernmeldewesens der Länder in Europa und USA
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| Großbritannien / Nordirland
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Die Einführung des Fernsprechers hatte sich in Großbritannien verzögert, weil viele Leute daran glaubten, es handelt sich nur um eine wissenschaftliche Spielerei. Verstärkt wurde der Effekt noch durch die britische Zurückhaltung bei neuen Techniken.
Es gab auch noch eine verwirrende Patentsituation. Bell hatte in England nur seinen Fernhörer patentieren lassen können, weil Edison ihm mit Anmeldung des Kohlemikrofons zuvor gekommen ist. Edison sah darin die Möglichkeit in Großbritannien eine führende Stellung einzunehmen. Er erfand deshalb innerhalb weniger Wochen eine neue Konstruktion, und bekam diese auch patentiert.
Dieser Electro-Motograph war ein seltsames Teil. Während des Telefongespräches musste laufend an einer Kurbel gedreht werden, sonst konnte man nichts hören. Angeblich was dieses Teil auch viel zu laut.
- 1851: Erstes telegrafisches Depeschenbüro in London.
Auf den Rat des Erfinder Werner von Siemens ersetzte Paul Julius Reuter seine Zeitungs- und Geschäftskorrespondenz, die er bis hain mit Brieftauben betrieben hatte, durch ein telegrafisches Depeschenbüro. Im Jahr 1865 enstand daraus eine Aktiengesellschaft.
- 1851 1. Mai: Erste Weltausstellung in London eröffnete ihre Tore. Sie präsentierte technische Neuerungen und ihre Auswirkungen auf das soziale Leben. Über 6 Millionen Besucher machen daraus einen großen Erfolg.
- 1865: Hughes experimentierte mit einem Telefon vom Erfinder Philipp Reis. Sein Fernsprecher gilt als erstes funktionierendes Gerät zur Übertragung von Sprache über elektrische Leitungen.
- 1878: Bell gründet in London die Telephon Company, Limited
- 1879: Inbetriebnahme der ersten Vermittlungsstelle durch die neue Company von Bell.
- 1880: Verschmelzung der beiden Firmen Bell Company und Edison-Gesellschaft zur neune United Telephon Company. Der Weg war nun frei, um in den Fernsprechanlagen Edisons Mikrofon und den Bell Fernhörer zu benutzen.
- 1881: Das Post Office wünschte ebenfalls eine Beteiligung am Fernsprechwesen und eröffnete seine eigene Vermittlungsstelle.
- 1884: In der Anfangszeit wurden die Tätigkeiten der Privatgesellschaften auf eine bestimmte Zeit beschränkt, diese Auflage fiel im Jahr 1884.
- 1889: Der oberste Gerichtshof stellte in einem Rechtsstreit fest, dass der Fernsprecher ein Telegraf im Sinne der Acts (Handlungen) ist. Der Staat behielt sich von jetzt an das Recht vor, Konzessionen zu erteilen. Es wurden 23 Konzessionen vergeben. Alle diese Gesellschaften verschmolzen mit der Zeit zur National Telephon Company.
- 1892: Beschluss der Regierung, die Fernsprechleitungen in der Zukunft selbst zu betreiben. Die bestehenden Leitungen sollten aufgekauft werden und neue Leitungen errichtet werden.
- 1892 28. Juni: Die Mittel für den Ankauf wurden per Gesetz bereitgestellt, die Übernahme war am 6.2.1893 beendet
- 1899: Es häuften sich die Klagen von Teilnehmern über den Ortsverbindungsdienst. Das Parlament beschloss im August in London ein staatliches Ortnetz zu errichten und außerhalb von London den Gemeinden Konzessionen zum errichten und betreiben von Ortsnetzen auszustellen.
Von den 13 ausgegebenen Konzessionen gingen im Laufe der Zeit durch Verträge davon 10 Konzessionen auf die National Telephon Company über. Dem Staat blieb in diesem Fall nichts anderes übrig, als auf den Ablauf der Konzessionen zu warten.
- 1912 1. Januar: Der Staat übernimmt den Fernsprechbetrieb nach Ablauf der Konzessionen.
- 1912: die erste Wähl-Vermittlungs-Anlage geht in Betrieb
- 1922: Übergabe von 194 Vermittlungsstellen mit mehr als 19.000 Anschlüssen an die neu gebildete Irische Verwaltung.
- 1935 20. Juli: Umstellung der City Telephon Exchange auf automatischen Wählbetrieb. Sie war eine der größten Vermittlungsstellen in London. Es waren mehr 11.000 Teilnehmern angeschlossen. Täglich wurden mehr als 100.000 Gespräche geführt.
- 1935: Einführung des Wählbetriebs in Belfast (Nordirland) durch eine neue Vermittlungsstelle. Die Umschaltung dauerte nicht länger als 5 Minuten. An dieser Vermittlung waren 18.000 Teilnehmer und 600 Nebenstellenanlagen angeschlossen.
- 1936 31. Juli: erste automatisch Zeitansage in der Vermittlungsstelle Holborn in London.
- 1976: Oktober letzte Handvermittlung wird auf Wählbetrieb umgestellt.
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Tabelle Hauptanschlüsse von 1989 bis 1994:
| Jahr |
Hauptanschlüsse |
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| 1989 |
24.330.000 |
| 1990 |
25.450.000 |
| 1991 |
26.100.000 |
| 1992 |
26.240.000 |
| 1993 |
26.912.951 |
| 1994 |
27.603.160 |
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 Geschichtliche Ereignisse mit dem Ferndienst:
- 1891 23. März: erste Fernverbindung London - Paris über das Seekabel St. Margarets Bay
- 1913 - 1916: Errichtung der Fernkabels Hull - Leeds
später folgte dann London - Birmingham - Liverpool
- 1919: 6.700 Fernleitungen sind in Betrieb
- 1924: 5 Jahre später sind bereits 11.000 Fernleitungen sind in Betrieb
- 1913: Seekabelverlegung nach Irland über eine 2 paarige Pupinleitung
- 1923 März: Erweiterung dieses Kabels durch eine 2 paarige Krarupleitung
- 1931: erste Versuche mit einer Richtfunk Verbindung zwischen Dover und Calais
- 1934: Eröffnung einer Richtfunkstrecke mit 6 Kanälen nach Nordirland
- 1937: Erweiterung der Anlage auf 15 Kanäle
- 1931: Zweiband Trägerfrequenz auf dem Seekabel nach Niederland
- 1937: Betriebsaufnahme durch eine Koaxial Kabel nach Niederland
- 1943: erste Verstärker in einem Seekabel, die Leitung wurde in der Irischen See verlegt
- 1958: erster SWFD (Selbstwählferndienst) wird der Öffentlichkeit übergeben
- 1961: die Britische Post- und Fernmeldeverwaltung erhält einen eigenen Haushaltsposten und wird dadurch vom Staatsbudget freigestellt.
- 1963: Eröffnung des Selbstwählferndienstes zwischen London - Paris
- 1969: Umwandlung des Post- und Fernmeldewesens in eine staatseigene Public Corporation
Das rechte Bild zeigt das Faraday Gebäude in London, wo einst eine der größten Vermittlungsstellen in Betrieb war.
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