Bis etwa 1990 wurden nur GANZE Stunden in Rechnung gestellt, die "Nachkommastellen" blieben unberücksichtigt. Um den Ablesern die Arbeit daher zu erleichtern, waren die vollen Stunden in der einen Farbe (weiß auf schwarz), die Teile der Stunden in der anderen Farbe (schwarz auf weiß) ausgebildet.
Ergänzend kommt hinzu, daß die Zählerstände ja photographiert wurden; die Ableser, die dann die Filme zum Lesen und Erfassen bekamen, lasen dann die Werte von den Film-Negativen(!) ab, womit dann die ganzen Stunden nunmehr in schwarz auf weiß zu sehen waren.
Eine Zeit lang gab es für nicht beschaltete, aber mit Zähler versehene Anschlüsse sogenannte Abdeckblenden, die man auf die betreffenden Zähler aufstecke, um deren Zählerstand nicht photographisch erfassen zu müssen. Gemäß einer späteren Dienstanweisung mußten dann aber auch unbeschaltete Teilnehmersätze (also alle(!) Zählerplätze) unbedingt mit Zählern bestückt werden, sodaß die Anzahl der damals vorhandenen Abdeckblenden nicht mehr ausreichte.
Zu diesem Zeitpunkt führte man rote, aber durchsichtige Zellophanbänder ein, die man über die nicht genutzten Zähler klebte. Wurde nunmehr das betreffende Zählerfeld photographiert, waren die Zählerstände nicht auf dem Negativ ersichtlich, das Wählerraumpersonal konnte aber dennoch die Zählerstände durch das Zellophan ablesen.
Quelle Bild unten und Text: Archiv Dulosy
Quelle Bild oben: Sammlung Bayern-Online.com Foto: JH