 Allgemeine Informationen zum Fernwählsystem Technik 69
Das Fernwählsystem Technik 69 (FWS T69) war eine Weiterentwicklung des FWS T62 mit neuer und verbesserter Technik. Die Hauptunterschiede waren die Verwendung von Leiterplatinen und die neue Einschubtechnik. Die grundsätzliche Arbeitsweise und Struktur der Fernvermittlungstechnik 69 stimmte mit der vom FWS T62 überein.
Die Verteilung der Schaltaufgaben auf die einzelnen Wähler und Einheiten wurden im Prinzip fast vollständig beibehalten. Der Richtungswähler 62 wurde unverändert beibehalten und war die erste Wahlstufe für die Verkehrslenkung.
Folgende Schaltglieder wurden weiterentwickelt.
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KVSt Technik |
Wählübertragung |
- Zählimpulsgeber (ZIG 69)
- Relaissuchwähler (RSW 69)
- Knotenregister (KRg 69)
- Umwerter (UMW 69)
- Automatische Prüfeinrichtung (APrE 69)
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- Trägerfrequenzsätze (TFS)
- Gabelsätze (GAS)
- Wechselstromsätze (WS)
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Die neu entwickelten Schaltglieder in der FWS 69 waren nur zu sich selbst kompatibel. Sie konnten nicht mit Schaltgliedern der FWS 62 Technik gemischt eingesetzt werden.
Die Wählübertragungen waren dagegen voll kompatibel zu den älteren Wählübertragungen. Es konnten dadurch an einer Fernleitung in einer Vermittlungsstelle die Wählübertragungen aus dem FWS 62 und auf der anderen Seite die Wählübertragungen aus dem FWS 69 angeschaltet werden.
Nach der Einführung des FWS T62 im Jahr 1962 ergab sich wegen der sehr hohen Wachstumsraten beim Fernverkehr die Notwendigkeit ein Nachfolgesystem zu entwickeln. Es war damals schon bekannte, das sich die Vermittlungstechnik mit programmgesteuerten Techniken (SPC) weiterentwickeln wird. Es wurde jedoch keine völlige Neuentwicklung gemacht, sondern es wurden nur einzelne Schaltstufen verbessert und weiterentwickelt.
Die Verbesserungen des FWS 69:
- Raumersparniss durch den Einsatz:
- von gedruckte Schaltungen auf Platinen - kleinere Bauelemente - integrierte Bauelemente und Schaltkreise
- Erhöhung der Betriebssicherheit durch:
- verschleißfreie Bauelemente (MOS Schaltkreise, Dickfilmtechnik) - fast verschleißfreie Teil wie das gasgeschützte Relais (Herkon- und Reedrelais) - durch die Einschubtechnik eine höhere Integrationsdichte der Bauelemente - bessere und umfangreichere Eigenüberwachung von verschiedenen Schaltgliedern
- Kostensenkung durch:
- zuverlässigere Bauelemente - steckbare Baugruppen in Einschubbauweise
- weitere und verbesserte Leistungen:
- Erfassung des Ursprungs (Ortsnetz) für den zukünftigen Nahdienst - 6-stellige Auswertung der Kennzahlen anstelle von 3 bis 4 Stellen - genauere und verbesserte Erzeugung und Formung der Schaltkennzeichen
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