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    Fangschaltung  62 von 234eine Seite zurückeine Seite vor

    Fangschaltung
    Fangschaltung Anschaltung an LW

    Unter einer Fangschaltung versteht man das Identifizieren von böswilligen anonymen Anrufern mittels einer besonderen Fangschaltung. Es muss sich aber nicht immer um einen böswilligen Anrufer gehandelt haben. Auch eine vermittlungstechnische Störung konnte zu Falschwahlen führen.

     

    Vorgehensweise:
    (bei elektromechanischer Selbstwähleinrichtung)

    • Das Personal in der Vermittlungsstelle mussten am letzten Wähler (Leitungswähler) eine Fangeinrichtung (FE) anschalten. Diese Fangeinrichtung ist nur für Ortsverbindungen vorgesehen und besteht aus einem fahrbaren Gerät. Es wurde mit steckbaren Schnüren zwischen dem Leitungswählerausgang des auf Fangen geschalteten Teilnehmers und der Teilnehmeranschlussleitung eingeschleift.

    • Bei einem Anruf zu dem Teilnehmeranschluss wird die Fangeinrichtung sofort tätig. Die Verbindung wird in den Meldezustand gebracht, die Gebührenzählung wird bis zum Melden des Teilnehmers unterdrückt.

    • An die Teilnehmerleitung wird ein 16 kHz Signal angelegt, der Suchwähler in der FE konnte daraufhin den zugehörigen Leitungswähler ausfindig machen.

    • Der Teilnehmer konnte nach dem Abheben des Handapparates durch die Wahl der Ziffer 2 die Verbindung fangen. Es wurde dann der Fangalarm ausgelöst. Die Hupe in der Fangeinrichtung machte einen dementsprechenden Lärm.

    • Um das Auslösen der Verbindung beim Auflegen des rufenden Teilnehmers zu unterdrücken, wurde durch die Fangeinrichtung Erdpotential (Fangerde) an die Ader-a angelegt. Durch diese Fangerde wird die Auslösung des 1. Gruppenwählers verhindert. Die Zählspannung wird beim Fangen von der Ader-b abgeschaltet. Beim Ortsgespräch war das ohne Auswirkung, weil ein Ortsgespräch nur mit einer Einheit berechnet wurde. Erst ab der Einführung des Nahdienstes hatte die Abschaltung der Zählspannung eine Auswirkung.  

    • Das Personal musste dann bei Alarm den Gruppenwähler ausfindig machen, von dem die Verbindung zum Leitungswähler erfolgt war. An jedem Gestell war eine Mischtafel  (Gestellkarte) angebracht. An der Mischtafel konnte man ablesen, an welchen Ausgängen die Wahlstufe angeschlossen war.

    • Das Personal musste sich dann von Gruppenwahlstufe zu Gruppenwahlstufe rückwärts durch die Verbindungs-Leitung arbeiten, bis zum dem Vorwähler oder Anrufsuchers des anrufenden Anschlusses. Zur Kontrolle für die Rückwärtsverfolgung wurde von der Fangeinrichtung ein Pilotton an die Leitung angelegt.

    • In größeren Orten gab es mehrere Vermittlungsstellen. Die Suche ging dann teilweise über mehrere Vermittlungsstellen. Dazu musste die im Rufaufbau vorgelegene Vermittlungsstelle angerufen werden.

    • Dort ging obige Vorgehensweise weiter. Es konnten dabei mehrere Vermittlungsstellen bei einer Verbindung betroffen sein.

    • Legte der Teilnehmer früher auf, so wurde die Auslösung der Verbindung im ersten Gruppenwähler durch die Fangerde an der Ader-a verhindert. Die Verbindung blieb bestehen, der Anruf konnte ebenfalls zu seinem Ausgangspunkt verfolgt werden.

    • Sobald die letzte Wahlstufe am Vorwähler oder Anrufsucher erreicht war, konnte aus dem Teilnehmeranschluss die dazugehörige Adresse ermittelt werden.

    Bildquelle: Fernmeldemuseum Aachen Foto: JH


    Fangschaltung Schema Anschaltung

    Es gab noch die Alternative Sofortfangen. Der gerufene Teilnehmer musste die Ziffer 2 nicht wählen. Es konnte die Verfolgung der Verbindung sofort durchgeführt werden.



    Eine schnelle Identifizierung eines böswilligen Anrufers war somit immer eine umfangreiche Aufgabe für das Personal.



    Die Fangeinrichtung ist in die Teilnehmerleitung am Leitungswähler eingeschleift. Der angerufenen Teilenehmer ist in dieser Zeit für abgehende und ankommende Gespräche blockiert. Sollte trotzdem während dieser Zeit ein Verbindungsaufbau möglich sein, so musste der Teilnehmer einen Ersatzanschluss beantragen.

     

    Es waren zwei verschiedenen Typen in Einsatz:

    • Die FE 61 ist für HDW und EMD Systeme geeignet. Durch eine codierbare Steckverbindung konnte die FE an das jeweilige Wählsystem angepasst werden. An die HDW und S55 Systeme wird die FE mit 20 Schnüre angeschaltet. 15 Schnüre für die Prüfklinken an den Leitungswählern, 4 für die Fangklinken und 1 Schnur für die Stromversorgung.

      Beim System 55v wird der in der FE eingebaute Suchwähler nicht benötigt, es wurde dann nur eine der 15 Prüfklinkenschnüre verwendet. Die Anschaltung an den richtigen Leitungswähler übernimmt der Anschaltwähler im Gestellrahmen des Leitungswählers.
    • Die FE 62 ist nur für den Betrieb an einem 55v System vorgesehen und enthält keinen Suchwähler. Die Anschaltung erfolgt über 4 Fangklinken, 1 Prüfklinke und 1 Klinke für die Stromversorgung.  

    Das obere Bild zeigt die Fangeinrichtung mit Klinkenkabel an den Leitungswählern vom System 50.

    Das untere Bild zeigt die Fangeinrichtung von innen. Sobald der Teilnehmer die Fangziffer wählt macht die Fangeinrichtung durch eine eingebaute Hupe einen nicht überhörbaren Alarm. Der Suchwähler befindet sich in der Mitte, links davon die lautstarke Hupe.


    Abkürzung:  FE
    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Fangeinrichtung Weitere Informationen verfuegbar Fangeinrichtung Weitere Informationen : Fangschaltung 61 Weitere Informationen verfuegbar Fangschaltung 61
    Weitere Informationen : I. GW 29  Fangen Weitere Informationen verfuegbar I. GW 29 Fangen  

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