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    Erdungen von Fernmeldeanlagen  57 von 223eine Seite zurückeine Seite vor

    Erdungen von Fernmeldeanlagen
    Erdungssymbol

    Allgemeines:

    Die Bauteile von Fernmeldeanlagen müssen aus verschiedenen Gründen geerdet werden. Abgesehen von Fernmeldekabeln und sonstigen mit dem Erdreich direkt in Verbindung stehenden Bauteilen handelt es sich um Bauteile, die für den Betrieb von Fernmeldeeinrichtungen in der  VStW oder ÜSt sowie NStAnl erforderlich sind.

    Die Leitungen von den einzelnen Geräten bis zum Erder (Übergang vom Leiter zum Erdreich) haben einen unterschiedlichen Widerstand. Die einzelnen geerdeten Punkte haben dadurch verschiedene Potentiale. Je mehr und je enger man die Erdungspunkte zusammenschließt, umso geringer werden Potentialunterschiede sein. Sie werden weitgehend untereinander ausgleichen. Dadurch wird eine großflächige Erdung erreicht, die auch als Flächenerdung bezeichnet wird. Es entsteht für alle geerdeten Anlagenteile ein einheitliches Erdungspotential, das dem Potential Null bei geringem Erdübergangswiderstand sehr nahe kommt.

    Durch das Erden der Gehäuseteile wird folgendes erreicht:

    • Schutz von der Gefährdung von Menschenleben durch zu hohe Berührungsspannung
    • Schutz von Bauteilen gegen elektrochemische Korrosion
    • Schutz der Fernmeldeleitungen gegen elektrische und magnetische Felder
    • Schutz vor Messfehlern durch unterschiedliche Erdpotentiale

    Erdungen zum Schutz von Menschenleben:

    Auf Grund der VDE Vorschriften müssen bei Betriebsspannungen über 65 V nicht stromführende, aber der Berührung zugängliche Metallteile von Geräten, die im Fehlerfall Spannung führen könnten, durch zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen zu hohe Berührungsspannung geschützt werden. Als zusätzliche Schutzmaßnahme gilt das Erden von Anlageteilen bei der Schutzerdung und der Schutzschaltung. Auch die Nullung von Anlageteilen als zusätzliche Schutzmaßnahme kann als ein Erden von Anlageteilen betrachtet werden.

    Erdungen zum Schutz von Bauteilen gegen Korrosion

    Korrosion ist eine Erscheinung der Elektrolyse und ist ein elektrochemischer Vorgang. Falls an Bauteilen Korrosion bemerkt wird, so kann diese nur auftreten, wenn zwischen den Bauteilen dauernd eine Gleichspannung anliegt und zusätzlich noch eine Feuchtigkeit vorhanden ist. In Gebieten mit großer Feuchtigkeit, z. B. in den Tropen. treten daher weit häufiger Korrosionserscheinungen auf.

    An beiden Elektroden bestehen bei der chemischen Korrosion besondere Gefahrenstellen. Beim Pluspol, dem Oxydations-Pol, wird Material abgebaut, das Bauteil wird chemisch angefressen und kann dabei zerstört werden. Beim Minuspol, dem Reduktions-Pol, wird  Material angesetzt und es bildet sich zusätzlich ein  Feuchtigkeitsring, über den dann ein  Kurzschluss entstehen kann.

    Liegen z. B. dünnere Spulendrähte am Pluspol und das Gehäuse, das mit der Erde verbunden ist, am Minuspol, so wandern Ionen von der Pluswicklung über oder durch die Isolation zum Minuspol, dem Gehäuse. Dadurch wird der dünne Spulendraht angefressen und die Pluswicklung wird dabei zerstört. Ist dagegen der Pluspol am Gehäuse geerdet, so kann an der Minuswicklung Feuchtigkeit abgesetzt werden. Hierüber kann dann die Spannung mit der Zeit über die Isolation gegen das Gehäuse durchschlagen. In Fernmeldeanlagen, z. B. VStW  und NStAnI mit Betriebsspannungen von 24 V bis 60 V, ist die Zerstörung der Wicklungen eine direkte Gefahr.

    Hier liegt der Grund, warum bei allen VStW  mit Spannungen bis 60 V der Pluspol der Betriebsspannung geerdet ist. Eine Ausnahme bildet die Telegraphen Wählvermittlung, bei der neben der -60 V- auch eine +60 V Betriebsspannung vorhanden ist. Bei diesen Anlagen ist der Minuspol geerdet, so dass hier die Möglichkeit einer Zerstörung der Wicklungen durch Korrosion vorhanden ist. In diesem Zusammenhang muss auf ein einwandfreies  Isolationsmaterial hingewiesen werden. Die Ausbildung von Korrosionserscheinungen, die mit dem Isolationswiderstand zusammenhängen, wurde bei dem früher in der Spulentechnik verwendeten Öllackpapier sehr begünstigt.

    Bei den neueren Isoliermaterialien, die auch eine sehr geringere Wasseraufnahme haben, ist die Oberfläche völlig abdichtend und zusammenhängend. Durch diese Bauart ist die Korrosion weitgehend eingedämmt. Ihr ist nicht mehr die Bedeutung beizumessen, wie es früher noch notwendig war.

    Man kann daher, wie es in der Telegraphie der Fall ist, auch den Minuspol erden. Jedoch sollte man die technischen Anlagen grundsätzlich, wenn möglich, immer so gestalten, dass  schädliche Wirkungen überhaupt nicht auftreten können.

    In allen Fällen, in denen mit höheren Spannungen zu rechnen ist, z. B. in Starkstromanlagen, überwiegt, falls überhaupt Korrosion auftreten kann, die Gefahr eines Kurzschlusses am Minuspol, wenn der Pluspol geerdet ist. In Verstärkerstellen werden die Röhrenverstärker mit einer Anodenspannung von 212 V betrieben.

    Hier sollte das Gebäude des Verstärkersamtes nicht am Pluspol geerdet sein. Es könnte sich sonst die Feuchtigkeit am Minuspol niederschlagen. Dadurch wird die Isolationsfestigkeit herabgesetzt, so dass es schließlich zu einem Kurzschluss kommen könnte. Bei Gleichstromanlagen mit höheren Spannungen, wie es auch bei Verstärkerstellen mit Anodenspannung der Fall ist, wird man daher, um die Gefahr einer Herabsetzung der Isolationsfestigkeit durch Korrosionserscheinungen zu verhindern, immer den Minusleiter der Betriebsspannung erden und mit den Gehäuseteilen verbinden.

    Abkürzungen:

    VStW Vermittlungsstelle für Wählbetrieb
    ÜSt Übertragungsstelle
    NStAnl Nebenstellenanlage


    Anschluss einer Erdleitung

    So wird eine Erdleitung richtig angeschlossen.

    Erdet eure Geräte bevor sie euch erden.

    Bildquelle: BAON JH


    Weitere Information finden Sie unter:
    Weitere Informationen : Erdung der Batterie Weitere Informationen verfuegbar Erdung der Batterie  

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