Um dem Empfänger mitzuteilen, dass nun eine Mitteilung begann, entwickelte Soemmerring auch einen Signalapparat.
Dieser war an dem Wasserbehälter installiert und bestand aus einem zweiarmigen Hebel. Der längere Arm sah aus wie ein umgekehrter Löffel und reichte im Wasserbehälter bis zu den Buchstaben B und C. Der kürzere Arm ging über den Rand des Beckens nach außen. Zu Beginn einer Telegrafie steckte der Sender die Zäpfchen B und C ein und auf Empfängerseite entstanden an den beiden Buchstaben Blasen, die den längeren Arm der Signalapparatur hoben.
Dadurch senkte sich der kürzere Arm und eine darauf gelagerte, kleine Bleikugel rutschte herunter, fiel durch einen Trichter auf eine Arretierung eines mechanischen Weckers, der dadurch ein akustisches Anrufsignal auslöste.
Schon Ende August desselben Jahres führte Soemmerring seinen Telegrafen vor. Die Vorteile gegenüber den optischen Telegrafen waren groß:
- unabhängig vom Tageslicht
- unabhängig von den Witterung
- keine Zwischenstationen erforderlich
- Buchstaben und Ziffern wurden direkt angezeigt
- Zeitersparnis durch die Anzeige von zwei Zeichen
Allerdings hatte Soemmerrings elektrochemischer Telegraf nie einen praktischen Einsatz erfahren.
Bildquelle: (cc) by-nc-sa, Lehrstuhl für Nachrichtentechnik, RWTH Aachen