Vorwort zu den Aufbaustufen der Landesfernwahl. Technischer Stand 1969
Die Technik der Landesfernwahl ist in Deutschland von den Anfängen bis zur Volltechnik langsam gewachsen und hat mit dem Fernwahlsystem 69 in der Volltechnik seine endgültige Form in der elekromechanischen Vermittlungstechnik erreicht.
Die Planung des Netzes erforderte die Lösung von vielen einzelnen Grundproblemen der Landesfernwahl. Die Entwicklung wurde daher in verschiedenen Etappen vorgenommen, die den jeweiligen Erfordernissen angepasst war.
Auch die in den Nachkriegsjahren eingesetzten Improvisationen führten zu sehr interessanten Lösungen. Diese zeigten wie mit einfachster Technik und einfachen Mitteln mit einer direkten Wählereinstellung ein großer Teil des Massenverkehrs automatisiert werden konnte.
Dabei angewandte Technik bildete zu keinem Zeitpunkt in der Entwicklung ein starres System. Jeder Ausbauschritt wurde immer mit dem Blick auf weitere Entwicklungsmöglichkeiten durchgeführt. Das in Deutschland verwendete Direktwahlsystem hatte dabei eine sehr große Anpassungsfähigkeit.
Als Überganglösung ist in diesem Zusammenhang auch die in Bayern bestehende Netzgruppentechnik anzusehen, die aus entwicklungsgeschichtlichen Gründen kurz dargestellt wird.
In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Techniken in der chronologischen Reihenfolge kurz dargestellt.
- Selbstwählferndienstes in Bayern
- Vereinfachter SWFD (Selbstwählferndienst)
- 2 Draht Übergangstechnik I
- 4 Draht Übergangstechnik II
- Volltechnik
- FWS 62 (Fernwahlsystem 62)
- FWS 69 (Fernwahlsystem 69)