 Beginn der Einführung des Edelmetall-Motor- Drehwählers (EMD-Technik) in der Vermittlungstechnik durch die Firma Siemens & Halske.
Das rechte Bild zeigt einen Gestellrahmen mit EMD Wählern aus der Ortsvermittlungstechnik.
Die Entwicklung und Einführung des EMD bieten ein gutes Beispiel wie das Zusammenspiel zwischen Geräteherstellerindustrie und der Deutschen Bundespost funktionieren kann.
Der EMD ist eine deutsche Entwicklung, er wurde von der Firma Siemens nach den Vorgaben der Deutschen Bundespost BP entwickelt und wurde im Deutschen System 55 und System 55v ab dem Jahr 1955 erfolgreich eingesetzt. Der EMD Wähler wurde auch zu einem Exportschlager, z. B: nach Italien, Luxemburg und in viele andere Länder.
Im Jahr 1955 beschloss die DBP in Zukunft nur noch den EMD Wähler einzusetzen, um so auch zu einer einheitlichen Technik zu gelangen.
Der EMD Wähler wird im Gegensatz zum Hebdrehwähler direkt über zwei um 90° versetzte Spulen, wie ein Motor angesteuert.
Durch diese Antriebart kann er auch mehr Schaltarme als der Hebdrehwähler bewegen (3 Schaltarme beim Hebdrehwähler, bis zu 8 Schaltarme beim EMD).
Die 8 Schaltarme entstanden aus der Forderung, die Fernleitung 4 Leitungen durchzuschalten.
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