 Das Dioden-Erd-Verfahren (DEV) wurde auch als Gleichstromtastwahlverfahren bezeichnet. Es ist ein nicht mehr gebräuchliches Signalisierungsverfahren in der Fernmeldetechnik. Beim DEV ist ein Gleichstromwahlverfahren wurden zusätzlich zu den beiden Sprechadern (a-Ader und b-Ader) noch eine Erdader benötigt.
Das Dioden Erd Verfahren (Abkürzung DEV) war ein Wahlverfahren für frühere Tastentelefone. Es fand nur sehr wenig Verbreitung und wurde bald von den MFV Verfahren abgelöst.
Anwendung:
Das Dioden-Erd-Verfahren wurde ab dem Jahr 1965 bei Nebenstellentelefonen an speziell dafür ausgerüsteten Telefonanlagen eingesetzt.
Das DEV1-Verfahren wurde im öffentlichen Netz in Österreich nur an dem Versuchsamt in der Wiener Zollergasse verwendet, aber bald aufgegeben und durch das auch noch heute übliche MFV-Verfahren ersetzt. Insgesamt kamen aber nur rund 150 Anschlüsse in den Genuss dieses schnelleren Wahlverfahrens
Die Erdader war in Nebenstellenanlagen wegen der Amtsholung und/oder Rückfrage bereits vorhanden. Für die Erweiterung wurde dadurch keine weitere Leitung benötigt.
Für das analoge Telefonnetz der Deutschen Bundespost mit den langen Teilnehmerleitungen war das DEV wegen der unsymmetrischen Anschaltungung nicht geeignet.
Der Vorteil von DEV war der relativ geringe Aufwand im Telefonapparat.
Funktion:
Die Wahl erfolgte mittels eines Tastenwahlblocks.
Bei Betätigen einer Taste werden eine oder mehrere Dioden zwischen der Ader-a, der Ader-b und der Erdader angeschaltet. Zum Beispiel werden beim Drücken der Taste 8 die Kontakte II und IV geschlossen (siehe Prinzipschaltbild). Durch den Tastendruck werden unterschiedliche Stromkreise durch die geschalteten Dioden geschaltet, die von der Telefonanlage als Ziffern ausgewertet werden.
Die Vermittlungseinrichtung ermittelt die Taste durch wechselndes Anlegen von Minusspannung und Plusspannung an die beiden Sprechadern.
Durch Kombinierbarkeit der vier Dioden ergeben sich 16 mögliche Schaltzustände.
Da jedoch die Kombination (0, 0, 0, 0) keine Taste gedrückt nicht verwendet werden kann, bleiben noch 15 Kombinationen übrig. 12 Kombination wurden benutz (0–9, *, #).
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