Die meisten Erfindungen in der Gründerzeit der Fernsprechtechnik kamen nur von der Firma Strowger. Es gab zu dieser Zeit noch keine anderen Firmen die sich mit dieser Technik beschäftigten. Die Anzahl der Fernsprechkunden war auch noch sehr gering.
Zur Steuerung der Wähler hatte man sich für die Form von Stromimpulsen entschieden.
In der Anfangszeit wurde im Strowger System die Übertragung der Ziffern durch ein kompliziertes System mit fünf separaten Drähten durchgeführt.
Zur Erzeugung dieser Impulse wurden Tasten verwendet. Für ein System mit zweistelligen Nummern waren zwei Tasten vorhanden. Diese mussten je nach den gewählten Ziffern dementsprechend oft gedrückt werden. Für die Wahl der Nummer 34 musste die Zehner Taste 3-mal und die Einertaste 4-mal gedrückt werden. Für die Nummer 0 musste die Taste zehnmal gedrückt werden. Das war eine mühselige Arbeit für den Kunden. Es ist auch verständlich das bei dieser Form der Nummernübertragung Fehler vorprogrammiert waren. Die Kunden wählten auch unterschiedlich schnell, deshalb war es nicht einfach die Wähler synchron zu steuern. Es wurden deshalb auch bevorzugt die kurzen Rufnummern zuerst vergeben.
Erst die Erfindung der Impulswahl mit einer Wählscheibe (Nummernschalter) konnte die Anzahl der Verbindungsleitung wieder auf 2 Drähte reduzieren. Bei der Wahl der Nummer 34 wurde die Leitung zuerst 3-mal kurz unterbrochen und dann 4-mal kurz unterbrochen.
Das Bild auf der rechten Seite zeigt eine Wählscheibe aus dieser Zeit.
Zu erwähnen sei hier noch, bei der Wahl der Nummer 0 wurde die Leitung 10-mal kurz unterbrochen. Die Wahl einer 0 dauerte insgesamt genau 1 Sekunde.