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| Bildtelegrafie
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Die Bildtelegrafie (Faximile-Telegrafie) zählt zu den ältesten Telegrafietechniken der Welt. Alexander Bain war fasziniert davon, Bilder, Zeichnungen und Schriftstücke zu versenden. Er unterbreitete im Jahr 1843 einen Vorschlag für einen Kopiertelegrafen. Das war 33 Jahre vor Einführung des Telefons. - Im Jahre 1865 kam es zu der ersten praktischen Anwendung seines Vorschlages. Siehe Bild rechts.
Auf der Linie Paris-Lyon wurde über eine Entfernung von 400 km "fernkopiert".
- 1843: Patent für ein Fax-Gerät ("pantélégraphes")
- 1846: Patent für einen chemischen Telefgrafen. Beim Morsetelegraf war die Signalaufzeichnung mit einem mechanisch bewegten Stift recht langsam, circa 40 Wörter pro Minute. Bain läste den elektrischen Strom des Signals unmittelbar auf einen durchlaufenden, mit einer Mischung aus Ammoniumnitrat und Kaliumferrocyanid getränkten Papierstreifen einwirken, wodurch er eine blaue Markierung hinterlässt. Damit steigerte er die Übertragungsgeschwindigkeit erheblich. Bei einer Vorführung übertrug das System 282 Wörter in 52 Sekunden. Da eine solche Geschwindigkeit nicht mit manueller Signaleingabe zu erreichen war, benutzte Bain dafür Lochstreifen, wogegen Samuel Morse gerichtlich vorgeht, weil er dadurch seine Patente dadurch verletzt sah.
- 1849: Patent für ein System zur Aufzeichnung telegraphischer Nachrichten auf eine Papierscheibe
- ab 1906 benutzen viele Zeitungen das System um Fotos zu übertragen
Diese Bilddatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.
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Der erste in Serie hergestellte Bildtelegraph Fultograph (rechtes Bild) kam im Jahr 1929 auf den Markt.
- Der Fultograph ist ein von dem Engländer Otho Fulton im Jahr 1929 entwickelter "Bildfunkempfänger". Im Gegensatz zu dem Bildtelegraphen, der nur über Telegrafenleitungen kommunizierte, konnte dieser Bildfunkempfänger über Sender, die gerade erst für den Rundfunk entwickelt wurden, betrieben werden.
- Zu einer Vorstufe des Fernkinos entwickelte sich der Fultograph nicht, aber immerhin wurde die Vorhersage wahr, dass Wetterkarten per Funk gesendet und empfangen werden konnten.
- Die mit einem chemisch präparierten Papier überzogene, sich drehende Walze wurde spiralförmig durch einen aufgesetzten "Schreibstift" abgetastet. Dadurch konnte ein elektrischer Strom vom Stift über das Papier zur Walze im Rhythmus der Bildinformation fließen. Das Bild entstand damit quasi per Elektrolyse.
Quelle: technikum29
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