 Bespulte Leitungen wurden im Telefonnetz eingesetzt. Es konnte dadurch eine Verringerung der Dämpfung erreicht werden und dadurch die Reichweite erhöht werden.
Nach dem Erfinder dieses Verfahrens Michael Pupin werden bespulte Leitungen auch Pupinleitungen und die dazu notwendigen Spulen als Pupinspulen bezeichnet.
Der komplexe Widerstand von Telefonleitungen mit Doppelader kann durch Erhöhung der Induktivität verringert werden.
Die Pupinspulen kompensieren mit ihrem induktiven Widerstand die in Telefonleitungen wegen enger Parallelführung der Adern auftretende Kapazität.
Es ergeben sich jedoch zwischen den einzelnen Leitern kleine Unterschiede in der Kapazität. Die Ursache liegt in der Eigenart der Luftraumisolierung der Papierkabel und läst sich durch kleine Ungenauigkeiten bei der Herstellung nie ganz vermeiden. Der Ausgleich erfolgt durch Kondensatormuffen.
In den Fernsprechleitungen wurden früher im Abstand von circa 1.700 m und in dem Auslauffeld bei circa 850 m Spulen mit einer Induktivität von 80/50 mH eingesetzt. Die Leitungen wurden dadurch pupinisiert.
Die Kondensatormuffen zum Ausgleich der Kapazitätsunterschiede wurden zwischen zwei Pupin Spulenkästen eingebaut.
Ein anderes Konstruktionsprinzip zu Erhöhung der Kabelinduktivität wird beim Krarupkabel angewendet.
Beide Verfahren wurden nur in Fernkabeln eingesetzt. Die Teilnehmerleitungen zur nächsten Ortsvermittlungsstelle werden nur unbespulte Anschlussleitungen verwendet.
Inzwischen gibt es im öffentlichen deutschen Telefonnetz keine Pupinleitungen mehr.
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