 Der Bellsche Fernsprecher von Alexander Graham Bell beruht auf seinen Experimenten und Beobachtung, dass eine vor einem Magnet angebrachte dünne Eisenplatte, wenn sie in Schwingung versetzt wird auch eine Veränderung der Magnetfeldstärke hervorruft.
Eine um den Magneten gewickelte Spule erzeugt dadurch Induktionsströme.
Das Bild zeigt den Bellschen Fernsprecher (Fernhörer) als Nachbau.
Bildquelle Michas Telefonmuseum Foto JH
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 Leitet man die von diesem Apparat erzeugten Induktionsströme durch die Spule eines zweiten Apparats mit der gleichen Bauart, so werden die Schwingungen der Eisenplatte vom Sender in Wechselströme umgewandelt, vom Empfänger werden die Wechselströme wieder durch die Eisenplatte in die gleichen Schwingungen wie vom Sender versetzt.
Es entsteht dadurch ein Abbild des ursprünglichen Tons mit allen seinen Frequenzen.
Die Schema Zeichnung zeigt einen Querschnitt des Bellschen Fernsprechers.
- A = Stabmagnet in Zylinderform.
- a = An dem oberen der Pole ist der Stabmagnet durch ein Weicheisenstück verlängert.
- Dieser Teil ist mit der Induktionsspule B umwickelt.
- Die beiden Enden der Spule sind an die Klemmen D herausgeführt.
- Das schraffiert Holzgehäuse nimmt den Stabmagnet samt der Spule und Eisenplatte P auf.
- Die Eisenplatte wird mit einem Holzdeckel verschlossen. Durch die Öffnung J kann der Schall zu der Eisenplatte ein- und austreten. Der Deckel dient gleichzeitig dazu, die dünne Eisenplatte P an dem verlängerten Polende zu fixieren.
Verbindet man zwei von diesen Apparaten (Fernhörer) durch eine zweipolige Leitung und spricht in die Schallöffnung des einen Fernhörers hinein, so wird die Eisenplatte (Membran) in Schwingungen versetzt und erzeugt in der Spule die Induktionsströme in form von Sprechströmen (Wechselstrom).
Dieser Sprechstrom wird durch eine Leitung zu dem zweiten Fernhörer geleitet und erzeugt in der Spule ein sich mit dem Sprechstrom änderndes Magnetfeld. Dieses Magnetfeld regt die Eisenplatte (Membran) zu Schwingungen an. Die Sprechlaute werden dadurch in dem zweiten Fernhörer fast originaltreu wiedergeben. Kurz Zeit nachdem diese Konstruktion bekannt wurde, tauchten von verschiedenen Erfindern veränderte Konstruktionen auf. Durch die Anwendung eines Hufeisenmagneten anstelle des Stabmagneten konnte eine größere Lautstärke erzielt werden. Vermutlich wollte man durch die Änderung der Konstruktion auch Patenansprüche umgehen.
Bildquelle: Wikipedia PD
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